Schauspieler in „Tanken – mehr als Super“ Osnabrücker Stefan Haschke ergattert ZDFneo-Hauptrolle

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Gutes Team: Stefan Haschke (Mitte) an der Seite von Vita Tepel, Ludwig Trepte, Daniel Zillmann und Christina Petersen (von links). Foto: ZDF/Marion von der MehdenGutes Team: Stefan Haschke (Mitte) an der Seite von Vita Tepel, Ludwig Trepte, Daniel Zillmann und Christina Petersen (von links). Foto: ZDF/Marion von der Mehden

Osnabrück. Bei ZDFneo startet in Kürze die neue Comedyserie „Tanken – mehr als Super“. Die Hauptrolle des designierten Tankstellen-Tagschichtleiters hat der Osnabrücker Schauspieler Stefan Haschke ergattert. Im Gespräch erzählt er, was ihn an der Rolle reizt.

Bei Georg Bergstedt (Stefan Haschke) läuft es nicht rund. Er wird von der Tagschicht in die Nachtschicht strafversetzt. Dort trifft er auf zwei neue Angestellte, Olaf (Daniel Zillmann) und Daniel (Ludwig Trepte). Bergstedt versucht mit aller Härte und vielen abstrusen Ideen wieder die Gunst des Tankstellenbesitzers zu bekommen, um zurück zur Tagschicht zu wechseln. Doch immer wieder kommt ihm Jana LeLeur, seine schärfte Konkurrentin um seinen Traumposten, in die Quere.

„Georg Bergstedt ist ein Mensch, der permanent gegen den Verlust der eigenen Würde kämpft“, sagt Stefan Haschke im Gespräch mit unserer Redaktion. „Er ist eigentlich zum Scheitern verdammt und weiß, dass er sehr viele Schwächen hat. Diese versucht er aber konsequent mit Härte und Dominanz und Machotum zu überspielen.“ Haschke reizt an der Figur besonders die Balance zwischen dem Überdrehten und der gleichzeitigen Tragik, also dem Verlust der Würde. „Ich glaube, er ist auch eine sehr einsame Figur“, sagt der Schauspieler, für den es die erste Hauptrolle in einer Fernsehserie ist.

70 Prozent des Textes

Das macht sich allerdings auch beim Textlernen bemerkbar. „Der Autor hat mir letztens erzählt, dass ich fast 70 Prozent des Textes habe“, sagt er lachend. Um die Fülle an Text zu lernen, habe er sich im Osnabrücker Theater einen Probenraum gesucht und dann so getan, als ob er Theaterprobe hätte. „Während der Dreharbeiten treffen wir uns häufig abends im Hotelzimmer und lernen gemeinsam den Text für den nächsten Tag“, berichtet Haschke.

Diese gute Zusammenarbeit mit dem Cast schätzt er sehr: „Daniel Zillmann ist auch so ein Theatermensch, wie ich. Wir arbeiten ganz anders, als beispielsweise ein Ludwig Trepte, der seit seiner Kindheit Fernsehen macht. Aber gerade dadurch lernt man unheimlich viel voneinander.“

Ausstrahlung im Sommer

Gerade das Comedygenre ist etwas, das dem 35-Jährigen sehr gut gefällt: „Ich würde mich schon als jemanden bezeichnen, der eher in der Comedy zuhause ist. Ich sage immer ‚Ohne Ernst keine Comedy‘. Als Schauspieler ist es toll, dass man dabei einzelne Momente überzeichnen kann.“

Noch bis Ende April wird in Hamburg gedreht. „Die meisten Folgen spielen ja nachts. Damit wir aber nicht nur nachts drehen müssen, was für alle Beteiligten sehr anstrengend gewesen wäre, wurde die ganze Tankstelle in ein Studio gebaut“, sagt Haschke. Die Folgen werden etwa 30 Minuten lang sein. Geplant ist die Ausstrahlung für den Sommer dieses Jahres.


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