Orgelimprovisationen zu Ostern Arne Hatje spielt Benefizkonzert in St. Katharinen

Von Thomas Hitzemann

An die Redaktion: Ein Fotograph war nicht anwesend. Besten Gruß (hmn)An die Redaktion: Ein Fotograph war nicht anwesend. Besten Gruß (hmn)

Osnabrück. Das einzige Osterkonzert in Osnabrücks Hauptkirchen ist eine Veranstaltung zu Gunsten der geplanten Friedensorgel an St. Katharinen. Mit Arne Hatje auf der altgedienten Orgel wird es der Würde des hohen Festes voll gerecht.

Hatje spielt nicht nur Schwergewichte aus dem Frühwerk von Johann Sebastian Bach. Er brilliert auch mit eigenen Orgelimprovisationen über Lieder aus dem Evangelischen Gesangbuch. Gewaltige Klangmassen bewegt Hatje bei der Toccata in F, BWV 540, nicht minder in der zugehörigen Fuge. Dazwischen platziert er das schlanke, figurativ reiche Trio BWV 527/1. Kurze Choralbearbeitungen Bachs erklingen in österlicher Folge. Es beginnt mit „Christ lag in Todesbanden“ BWV 625 und schließt mit „Heut triumphieret Gottes Sohn“, BWV 630. 

Passend zu Ostern

Hatjes erste Improvisation läuft über „Gelobt sie Gott im höchsten Thron“. Er wählt ein frisches Tempo mit Stimmführungen in Gegen-bewegung und flüssigen Sequenzen. Seine zweite Improvisation ist dreiteilig. Auf eine Fuge über „Der schöne Ostertag“ folgt ein romantisch langsamer Satz zum Thema „Mit Freuden zart“ und den lebendigen Abschluss bildet ein graziöses „Auf, auf mein Herz mit Freuden“. Großartig, wie gekonnt Hatje die alte Orgel klanglich aufblühen lässt!

Noch frühlingshafter klingt es bei Bachs Toccata, Adagio und Fuge in C, BWV 564. Auf das zartgliedrig melodiöse Adagio folgt eine Fuge mit sprunghaft aufwärts strebendem Thema. Diese Fuge durchströmt so viel Optimismus und Energie, dass man sie „Auferstehungsfuge“ nennen könnte. Wenn das nicht zu Ostern passt.