„Car-Freitag“ in Osnabrück Polizei behält Autotuning-Szene im Blick

Von Andrea Pärschke

Im Jahr 2016 führte die Polizei umfangreiche Kontrollen der Tuning Szene auf der Pagenstecherstraße durch. Auch das trägt dazu bei, dass es in den letzten Jahren offenbar ruhig geworden ist in der Szene. Foto: Jörn MartensIm Jahr 2016 führte die Polizei umfangreiche Kontrollen der Tuning Szene auf der Pagenstecherstraße durch. Auch das trägt dazu bei, dass es in den letzten Jahren offenbar ruhig geworden ist in der Szene. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Am sogenannten „Car-Freitag“ traf sich die Autotuning-Szene auf der Pagenstecherstraße in Osnabrück. Die Polizei zählte rund 270 Fahrzeuge. Weil Autorennen und unkontrollierte Situationen ausblieben, zog die Polizei insgesamt aber eine positive Bilanz.

Im Vorfeld des „Car-Freitags“ hatte ein Osnabrücker Scheibentönungsservice via Facebook zu einer Art Autotuning-Party eingeladen. Gemeinsam mit Stadt und Polizei entschlossen sich die Veranstalter jedoch kurzfristig, das Treffen abzublasen: „Auf Grundlage der hohen Reichweite sowie der Sicherheitslage mussten wir uns leider dazu entschließen“, heißt es auf der Facebook-Seite. 1. 000 Leute hatten sich offenbar zu dem Zeitpunkt bereits angemeldet. Für alle Fälle kündigte die Polizei auf ihrer Facebook Seite für den Freitag jedoch entsprechend verstärkte Geschwindigkeits- und Verkehrskontrollen an.

Polizei zieht positive Bilanz

„Die Kollegen waren den ganzen Tag da“, sagte eine Sprecherin der Polizei auf Nachfrage unserer Redaktion. Sie zählten 240 Autos, 30 Motorräder und 500 Personen. Ob aufgrund der zunächst geplanten Veranstaltung mehr Menschen und Autos an dem Treffpunkt waren als in den Jahren zuvor, konnte die Polizei am Montagabend nicht sagen. Insgesamt zieht sie aber wie in den Jahren zuvor eine positive Bilanz. Autorennen und unkontrollierbare Situationen habe es nicht gegeben. Allerdings seien mehrere Verstöße festgestellt worden. „Diese werden zum Teil Strafanzeigen oder Verwarngelder nach sich ziehen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Häufigstes Kriterium sei das Erlöschen der Betriebserlaubnis durch Bauartveränderungen am Fahrzeug gewesen. „Diese Autos sind teils so manipuliert, dass der Tüv sie nicht abnehmen würde“, so die Pressesprecherin.

Autotuning-Treffen ausgebremst

Bis vor rund 15 Jahren sorgte die Tuning-Szene an der Pagenstecherstraße teils für chaotische Zustände. Anfang des Jahrtausends ergriff die Polizei schließlich Maßnahmen: Kontrollen, Stahlschwellen, Schuttcontainern und Straßensperren wurden eingerichtet – und schließlich konnte die Autotuning-Szene, deren Treffen an dem Feiertag vor Ostern regelmäßig außer Kontrolle gerieten ausgebremst werden.