Spielfreude in Osnabrück Hochschulstudenten spielen „Die Blume von Hawaii“

Von Jan Kampmeier

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Jede Menge los war auf der Bühne bei der Aufführung der „Blume von Hawaii“, einer Produktion des Instituts für Musik der Hochschule. Foto: Swaantje HehmannJede Menge los war auf der Bühne bei der Aufführung der „Blume von Hawaii“, einer Produktion des Instituts für Musik der Hochschule. Foto: Swaantje Hehmann

Die Musicalstudenten des Instituts für Musik haben in einer starken Vorstellung am Theater ihre ungeheuer spielfreudige Version der „Blume von Hawaii“ von Paul Abraham auf die Bühne gebracht.

Liebeswirren unter Südseepalmen: Die Handlung der „Blume von Hawaii“ von Paul Abraham ist etwas zu kompliziert, um sie hier wiederzugeben, doch im Grunde ist sie auch nur die Grundlage für viel Exotik und schrille Figuren. Die Darsteller des Gastspiels im Theater am Domhof sind Musicalstudenten des Instituts für Musik der Hochschule, für die diese Produktion Teil des Studienabschlusses ist.

Musicaldarsteller, die sich dafür ausgerechnet eine über 85 Jahre alte Operette aussuchen? Gar keine schlechte Wahl, wie sich herausstellt, denn Paul Abrahams Musik ist zwar einigermaßen rustikal, aber von A bis Z ohrwurmtauglich, und sie liegt den jungen Stimmen offenbar. Gesungen wird in dieser Produktion vortrefflich, doch entscheidender für die wirklich starke Vorstellung der Studenten ist etwas anderes. Ihre Ausbildung umfasst ja nicht nur Gesang, sondern auch Schauspiel und Tanz, und dadurch gewinnt die Produktion viel Schwung:

Anspruchsvoll choreographiert

Alle Nummern sind anspruchsvoll choreographiert (von Danny Costello) bis hin zur Stepnummer des Paares Raka und Jim-Boy. Romina Markmann und Jendrik Sigwart sind in diesen Rollen mit sprühendem Temperament ohnehin der Knaller des Abends, doch ungeheure Spielfreude ist auch den übrigen Akteuren anzumerken. In dem schon durch die Kostüme (Linda Schnabel, auch Bühne) bunten und in der Regie von Felix Seiler außerdem sehr witzigen Reigen ist da zunächst Karina Kettenis als Prinzessin Laya, umschwärmt von einem Marinekapitän (Anton Schweizer). Doch „Harald“ hat nicht die besten Karten gegen „Lilo Taro“. Der Hawaiianische Prinz ist, verkörpert von Andre Kuhmann, allerdings auch ein echter Prinz Charming. Und so wird er auch angehimmelt von der Amerikanerin Bessie (Myriam Küppers), was wiederum Simon Staigers herrlich trotteligen John Buffy ungemein verdrießt. Komplett wird die Darstellerriege mit Marit Loick und Sara Taimouri in zwei Hosenrollen.

Wie oft sich diese neun Darsteller hinter der Bühne umziehen müssen, lässt sich kaum nachzählen, denn sie übernehmen auch sämtliche kleineren Partien inklusive Chor- und Tanzpersonal, völlig egal ob männliche oder weibliche Rollen. Aus dem Orchestergraben erhalten sie die ausgesprochen wohlklingende Unterstützung ihrer Kommilitonen aus dem Profil Klassik des IfM, ebenso souverän wie schwungvoll geleitet von Martin Wessels-Behrens.

Die einzige weitere Vorstellung ist am 29. April im Theater am Domhof.


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