Osterfeuer in der Region Wenn‘s nicht brennt, muss die Feuerwehr nachhelfen

Von Katja Steinkamp


Osnabrück. Eine Tradition für Jung und Alt. Am Ostersonntag brannten überall in der Region die Osterfeuer. So organisierten der TuS Haste an der Sportanlage Osterhaus und die Pfadfinder aus Rulle am Johanneshaus jeweils ihr eigenes Feuer und luden dazu die Gemeinden zu einem gemütlichen Beisammensein ein.

Das Osterfeuer sei in erster Linie ein Familienfest, sagt Oliver Klages, 1. Vorsitzender des Vereins TuS Haste. Eine blaue Hüpfburg auf dem Kunstrasenplatz lädt die Kinder zum Spielen ein. Fußbälle rollen ebenfalls über das Feld. „Das Feuer ist eine lange Tradition für alle Altersklassen“, sagt Klages. In Zusammenarbeit mit der benachbarten Christus-König-Kirche in Haste wird jedes Jahr das Osterfeuer veranstaltet.

Fackelzug für die Kinder

Treffpunkt Christus-König-Kirche. Aufgeregte Kinder greifen nach den Fackeln, die die Pastoralreferentin Karin Gösmann verteilt. Nachdem sich knapp 20 Kinder um die Osterkerze am Altar in der Kirche versammelt haben, erklärt Gösmann den Besuchern, was es mit der Kerze und ihrem Licht auf sich habe. „Sie wurde bereits Samstag im Gottesdienst angezündet“, so die Pastoralreferentin. Nach einer kleinen Ansprache wird dann die erste Fackel an der Osterkerze angezündet. Dann wandert das Feuer von einer Fackel zur nächsten. Nachdem alle Kinder ihr Feuer entflammt haben, macht sich der kleine Fackelzug auf in Richtung Osterfeuer hinter dem Kunstrasenplatz auf der Sportanlage. Dort warten schon die anderen Gäste gespannt auf die Kinder. Denn diese haben nun eine besondere Aufgabe. Jedes von ihnen darf mit seinen Fackeln das Osterfeuer anzünden. Kinder und Eltern verteilen sich um den Berg von Ästen herum. Gösmann segnet nach dem Vorlesen einer kleinen Geschichte das Feuer und gibt dann den Startschuss für die Fackeln. Begeistert schmeißen die Kinder die Fackeln in den Reisighaufen.

Knapp 600 Besucher geschätzt

Mit Glühwein und Kinderpunsch, diversen Kaltgetränken sowie Pommes und Bratwürstchen konnten sich die Besucher in Haste stärken. Am Eingang begrüßt Vorsitzender Klages die Ankömmlinge und verteilt Schokoladenhasen an die Kinder. Er freut sich, dass auch Menschen zum Feuer kommen, die sich sonst nicht auf der Sportanlage blicken lassen. Der Verein organisiert das Osterfeuer ehrenamtlich und die freiwillige Feuerwehr Haste sorgt dafür, dass nichts passiert. „Wir schätzen dass im Laufe des Abends 500 bis 600 Leute kommen werden“, so der Vorsitzende. Am Rande des Ästeberges werden die kleinen Besucher mit Stockbrot abgelenkt. Währenddessen warten die Besucher verzweifelt darauf, dass sich das Feuer endlich ausbreitet. Doch außer ein paar lodernden Stellen ist auch nach zwanzig Minuten nicht viel zu sehen. Mit einem Brenner wird schließlich etwas nachgeholfen. Und tatsächlich: Nach längerem Warten brennt das Osterfeuer und die Besucher können den Abend im Schein der Flammen genießen.

Osterfeuer der Ruller Pfadfinder

Auch in Rulle kann die Gemeinde am Ostersonntag ein gemütliches Beisammensein feiern. Am Johanneshaus sorgen die Pfadfinder für das traditionelle Osterfeuer. „Wir hatten letztes Jahr unser 40. Jubiläum“, sagt Kira Hoveling, die Stammesvorsitzende der Ruller Pfadfinder. Sie ist seit 2011 in dem Jugendverband und zum zweiten Mal verantwortlich für das Osterfeuer. Der Sonntagabend beginnt mit einem ökumenischen Gottesdienst in der St. Johannes Kirche. Dort entzünden die Kinder der Gemeinde ebenfalls an der Osterkerze ihre Fackeln, um dann nach einem kleinen Zug das große Osterfeuer anzuzünden.

Die Freiwillige Feuerwehr Rulle begleitet die Veranstaltung und sorgt für die Sicherheit. „Wir erwarten 300 bis 400 Besucher“, sagt Hoveling. „Es ist eine Tradition in der Gemeinde.“ Die Gäste lassen sich Bratwürstchen und Steakbrötchen schmecken. Etwas Besonderes sei der Stand mit dem Wein, sagt Hoveling. Die kleinen Besucher werden außerdem mit Stockbrot verwöhnt.