Ohne Zwischenfälle Frei.Wild spielen im Hyde Park vor 900 Fanclub-Mitgliedern

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Osnabrück. Friedlich verlief das Fan-Konzert der rechts verorteten Südtiroler Band Frei.Wild im Osnabrücker Hyde Park. Rund 900 Fanclub-Mitglieder aus ganz Deutschland waren dem Ruf der Rockband gefolgt.

„Nationalismus raus aus den Köpfen“ hatten Gegner der Band Frei.Wild als riesiges Graffiti außen an den Hyde Park gesprüht. Gesehen hat den Aufruf niemand, denn ein großer „Frei.Wild Show Truck“ verdeckte die Wand mit der gesprayten Parole.

Linke Szene taucht nicht auf

Drinnen saßen Tine Schwan, Erster Vorstand des Frei.Wild-Supporters-Club, und Vanessa „Nessi“ Günther, Kassiererin des Fanclubs. Der Club hatte zum ersten Warm-Up der Südtiroler Band geladen und die Vorstandsmitglieder zeigen sich zufrieden: „Wie immer alles friedlich“, lautete ihr Statement vor der Show. Tatsächlich zeigten sich im Umfeld des Hyde Park keine Anhänger der antifaschistischen Szene, die im Internet Demonstrationen gegen das Konzert angekündigt hatten.

Vorband Goitzsche Front

Wer rechte Parolen im Konzertsaal erwartet hat, wird bei der Vorgruppe Goitzsche Front von einem Schlagzeuger überrascht, der ein „FCK NZS“-T-Shirt trägt, ein Statement gegen Rechtsgerichtete.

Auch während des Konzerts von Frei.Wild sind weder eindeutig rechtsnationale Texte zu hören, noch eindeutige Nazi-Bekundungen aus dem Publikum zu sehen. Stattdessen werden im Publikum Südtiroler Flaggen geschwenkt und von Sänger Philipp Burger der Begriff Heimat beschworen.


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