Initiative von Reservisten Grabpflege-Arbeitsgemeinschaft in Osnabrück gegründet

Von Ullrich Schellhaas

Wollen sich in Zukunft regelmäßig um die Pflege von Kriegsgräbern kümmern: (von links) Hermann Köster, Achim Hellmann und Dieter Bockelmann. Foto: MartensWollen sich in Zukunft regelmäßig um die Pflege von Kriegsgräbern kümmern: (von links) Hermann Köster, Achim Hellmann und Dieter Bockelmann. Foto: Martens

Osnabrück. Osnabrücker Bundeswehrreservisten haben eine Arbeitsgemeinschaft zur Kriegsgräberfürsorge gegründet.

Bei der Arbeit für den Frieden sind viele Reservisten der Bundeswehr besonders aktiv. Die Gruppe Osnabrück sammelt regelmäßig im Oktober und November für den Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge (VdK). Und sie sind nahezu jährlich, ebenfalls für den VdK, im Einsatz, um eine der zahlreichen Gedenkstätten im Ausland zu pflegen.

Nun aber heben die Reservisten ihre Arbeit auf ein neues Niveau. Warum denn in die Ferne schweifen, wenn die Arbeit doch so nahe liegt – könnten sich die aktiven Soldaten dabei gedacht haben. „Und so haben wir Ende Februar die Arbeitsgemeinschaft (AG) Kriegsgräber-Fürsorge gegründet“, sagt Dieter Bockelmann, der Beauftragte der AG, „die regelmäßig die zwei Gedenkstätten auf dem Johannisfriedhof in Osnabrück pflegen will.“

Einsatz alle zwei Wochen geplant

Alle 14 Tage, so der Plan, wollen die zehn aktiven Reservisten um Hermann Köster, Achim Hellmann und Dieter Bockelmann hier ehrenamtlich den Baumbestand pflegen, Rasen mähen, Kantensteine freischneiden und die über 500 Grabsteine in Schuss halten. Ursprünglich basiert die Idee auf einer Aktion des nahegelegenen Graf-Stauffenberg-Gymnasiums, bei der die Soldaten gemeinsam mit Schülern auf den Gedenkstätten aktiv wurden. „Und dabei haben wir gesehen, dass hier viel gemacht werden kann“, sagt Bockelmann. Zunächst kümmern sich die Reservisten um die beiden Gräberfelder mit Opfern, auch zivilen und ausländischen, des Ersten und Zweiten Weltkriegs auf dem Johannisfriedhof. Aber wenn sie noch Zuwachs bekommen, können sie sich durchaus vorstellen, so Oberstabsfeldwebel Bockelmann weiter, die Arbeit in der Region Osnabrück auszudehnen.