Quote sinkt auf 4,5 Prozent Arbeitsmarkt in der Region Osnabrück nimmt Fahrt auf

Von Sebastian Philipp

Die Zahl der Arbeitslosen in Stadt und Landkreis Osnabrück ist im März 2018 weiter gesunken. Symbolfoto: Ralf Hirschberger/dpaDie Zahl der Arbeitslosen in Stadt und Landkreis Osnabrück ist im März 2018 weiter gesunken. Symbolfoto: Ralf Hirschberger/dpa

Osnabrück. Die Zahl der Arbeitslosen in Stadt und Landkreis Osnabrück ist im März 2018 weiter gesunken. Darüber hinaus sorgte die Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt für ein Rekordhoch bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten.

13.204 Personen waren in diesem Monat in Stadt und Landkreis Osnabrück ohne Arbeit – im Vergleich zum Vormonat 604 Menschen weniger. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich diese Zahl sogar um 858 Menschen verringert. Die Arbeitslosenquote lag nach Angaben der Agentur für Arbeit mit 4,5 Prozent um 0,2 Prozentpunkte unter dem Februarniveau, zudem um 0,4 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.

Quote ist im Landkreis geringer

In der Stadt Osnabrück wurden 6.755 arbeitslose Menschen gezählt, 228 weniger als vor einem Jahr – aktuell eine Arbeitslosenquote von 7,3 Prozent (März 2017: 7,7 Prozent). 1.946 Personen waren bei der Arbeitsagentur in der Stadt Osnabrück arbeitslos gemeldet, ein Rückgang um 98 Menschen gegenüber dem Vorjahr (minus 4,8 Prozent). Beim Jobcenter Osnabrück waren 4.809 Personen als arbeitslos registriert – ein Minus von 130 Menschen im Vergleich zum März 2017 (minus 2,6 Prozent).

Im Landkreis blieb die Arbeitslosenquote mit 3,2 Prozent um 0,4 Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau. So waren 6.449 Menschen ohne Arbeit und damit insgesamt 630 weniger als im März 2017. 3.232 Arbeitslose (357 weniger als im März 2017) zählte die Arbeitsagentur, hinzu kamen 3.217 Personen bei der Maßarbeit, dem Jobcenter des Landkreises, – ein Rückgang um 273 Personen gegenüber dem Vorjahresmonat.

„In den letzten Wochen hat die Frühjahrsbelebung eingesetzt“, lässt sich die Osnabrücker Agenturchefin Christiane Fern in einer Mitteilung zitieren. „Die Auftragsbücher sind voll, die Betriebe benötigen daher dringend Personal. Es werden mehr Leute eingestellt, und deutlich weniger verlieren ihre Arbeit.“ Im Vergleich zum Vormonat reduzierten sich neue Arbeitslosmeldungen vor allem in den Bereichen Metallerzeugung und –bearbeitung, in Berufen der Maschinen- und Fahrzeugtechnik, in der Lebensmittelherstellung und in Verkaufsberufen.

Rekord bei sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung

Unterdessen erreichte die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Agenturbezirk ein neues Rekordhoch: Den aktuellen Zahlen zufolge waren zum Stichtag am 30. September 2017 exakt 220.808 Menschen in der Region sozialversicherungspflichtig beschäftigt – knapp 5.000 mehr als im Zeitraum des Vorjahres. „Das ist sehr erfreulich“, so Fern. „Sollten die politischen Entwicklungen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht negativ beeinflussen, stehen die Chancen gut, dass sich der Arbeitsmarkt weiter erholt.“ Diese Einschätzung stütze eine aktuelle Prognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Dessen Forscher erwarten 2018 für diesen Agenturbezirk eine durchschnittliche Arbeitslosenzahl von 12.800 und eine Zunahme sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung auf im Schnitt 223.000 Personen.