Jahrmarkt: Miese Bilanz Schausteller in Osnabrück leiden unter Wetter und Konkurrenz

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Die Eiseskälte hat den Schaustellern am ersten Jahrmarktwochenende zugesetzt, Konkurrenzveranstaltungen am zweiten. Foto: David EbenerDie Eiseskälte hat den Schaustellern am ersten Jahrmarktwochenende zugesetzt, Konkurrenzveranstaltungen am zweiten. Foto: David Ebener

Osnabrück. Eines muss man Bernhard Kracke jun. lassen: Auf die Palme bringt ihn so schnell nichts. Auch die miese Bilanz der Schausteller für den Jahrmarkt an der Halle Gartlage nicht. Dabei hätte er allen Grund, denn das Minus geht auch auf das Konto der Stadt, die Kracke und Kollegen mit Konkurrenzveranstaltungen das Leben schwer gemacht hat.

„Wenn in der Stadt drei Tage lang Vollgas gegeben wird, dann merken wir das.“ Gute Laune hört sich bei Bernd Kracke eindeutig anders an. Mit nach seinen Worten zwischen 100000 und 140000 Gästen ist der Besucherandrang auf den Jahrmarkt weit hinter den Erwartungen der Schausteller zurückgeblieben. Das erste Wochenende sei mit „gefühlten Temperaturen unter zehn Grad minus“ nahezu ein Komplettausfall gewesen, so Kracke im Gespräch mit unserer Redaktion.

Während für das Wetter niemand etwas könne, sei aber der Veranstaltungsoverkill am zweiten Wochenende durchaus zu verhindern gewesen. „Die Menschen können ihr Geld nur einmal ausgeben“, sagt Kracke und meint damit die ausgesprochen gut besuchten Veranstaltungen Hollandmarkt und Street Food Circus in der Innenstadt, die den Schaustellern deutlich spürbar Besucher entzogen hätten. Mit einer Veranstaltung wie dem verkaufsoffenen Sonntag könne er leben, mehr aber sei nicht zu verkraften.

Dabei haben Kracke und Kollegen reichlich Gas gegeben, um den Frühjahrsmarkt, der schon seit längerem mit schwächelnden Besucherzahlen zu kämpfen hat, wieder in Schwung zu bringen. Mit 16 Großfahrgeschäften haben sie einiges aufgeboten, um die Attraktivität der Veranstaltung zu steigern. Während der Herbstmarkt zu „100 Prozent“ wiederbelebt ist, hat der Frühjahrsmarkt aber noch deutlich Luft nach oben.

Die Osnabrück Marketing (OMT) habe mit der Vielzahl von Veranstaltungen wohl geballt Werbung machen wollen. Kracke hofft auf einen Versuch der OMT. So habe man ihm gegenüber auch bereits die Ballung der Veranstaltungen begründet, so Kracke. Bei diesem einen Versuch müsse es aber auch bleiben, denn auf lange Sicht seien drei Tage „Gegenveranstaltung“ für die Schausteller nicht zu verkraften.


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