Tag der Astronomie 2018 Osnabrücker blicken auf die Sonne und das ganze Universum

Von Robert Schäfer


Osnabrück. Am Samstag war wieder „Tag der Astronomie“. Auf dem Domvorplatz und im Planetarium am Schölerberg ermöglichten Astronomen wieder einen ganz persönlichen Blick auf die Sonne, die Sterne und das ganze Universum.

Ein ungeschützter Blick in die Sonne ist extrem gefährlich. Das lernen die Kinder schon ganz früh im Kindergarten. Wie kann man aber unser nächstes Gestirn gefahrlos beobachten und wie die Geheimnisse des Weltalls erforschen? Diese Frage wurde am Samstag beantwortet, denn der war der „Tag der Astronomie“.

Wolken behindern Sicht

Bereits am Morgen hatten Mitglieder der Astronomie-Gruppe des Naturwissenschaftlichen Vereins Osnabrück ihre Teleskope auf dem Domvorplatz aufgebaut. Entgegen der Wettervorhersage war es am Morgen noch weitestgehend wolkenfrei, sodass der Blick auf die Sonne meist frei war. So viel Glück hatten die Familien nicht, die am Nachmittag zum Planetarium am Schölerberg gekommen waren. Die Wolken machten eine direkte Beobachtung des Sterns unmöglich.

Elfjährigen Zyklus

Beispielsweise, dass die Sonnenaktivität einem elfjährigen Zyklus folgt. Aktuell ist gerade eine sehr ruhige Phase. „Das sieht man daran, dass es aktuell praktisch keine Sonnenflecken gibt“, erklärte unter anderem Dr. Andreas Hänel, Leiter des Planetariums den zahlreichen Sternenbegeisterten. Beim Blick durch das – selbstverständlich durch Filter geschützte -  Teleskop war folglich auch nur eine gelbliche Kugel zu sehen. In Phasen stärkerer Sonnenaktivität ist die Oberfläche des Sterns mit dunklen Flecken überzogen. Die berühmten Sonneneruptionen in der Corona lassen sich so allerdings nicht beobachten. Hierfür nutzen die Astronomen ein spezielles Teleskop, das diesen Farbbereich sichtbar macht. Auch dieses Instrument hatten die Sternenfreunde am Samstag dabei, konnten es jedoch nicht einsetzen. Leichte Schleierwolken verhinderten den Blick auf die imposanten Sonnenstürme.

Tanzende Polarlichter

Gerade diese Sonnenaktivitäten sind für viele Phänomene hier auf der Erde verantwortlich. Die energiereichen Teilchen, die von der Sonne zur Erde geschleudert werden, erschaffen beispielsweise die mystisch tanzenden Polarlichter, die ganz selten sogar in unseren Breiten zu sehen sind. In manchen Gegenden sorgen sehr starke Sonnenstürme aber auch dafür, dass Strom- und Handynetze gestört werden. Die Sonne bewirkt auf der Erde also deutlich mehr als nur Licht und Wärme.

Informationen rund um die Sterne

Neben der direkten Beobachtung gab es vor allem im Planetarium am Nachmittag viele Informationen rund um die Sterne. Mit dem Projektor können die Astronomen reisen durch das ganze Universum an die Kuppel des Planetariums projizieren. Mit dem Kinderprogramm „Das 1x1 der Sterne“ und dem Familienprogramm „Reise durch die Zeiten“ sowie der Vorführung „Das heiße und energiereiche Universum“ konnten wieder viele große und kleine Forscher mit auf den Weg zu den Sternen genommen werden.