„What I Found“ ab heute im Handel Frische Musik aus Osnabrück: CD der Sängerin Sophia

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Erklimmt erste Sprossen der Karriereleiter: Sophia. Foto: Andreas DannhauerErklimmt erste Sprossen der Karriereleiter: Sophia. Foto: Andreas Dannhauer

Osnabrück. Für die Sängerin Sophia ist heute ein besonderer Tag: Heute erscheint ihr erster Album „What I Found“ im Handel. Die erste Bilanz eines jungen Lebens als Popsängerin.

Den Tod findet Sophia „sowohl einschüchternd, als auch faszinierend.“ Dieser Zwiespalt, oder besser: diese Dualität schlägt sich bei ihr in einem düsteren Song nieder, einem Song übers Verlassenwerden und über das kleine Sterben, das der Verlust auslöst. Synthesizer-Klänge wabern, Kinderstimmen brabbeln, dann setzt irgendwann Sophias Gesang ein, leise, in einer mittleren Lage, die der prägnanten, leicht rauchigen Stimme gut liegt. „But I‘ll survive, it‘s not the first time that I die“, singt sie, und es liegt Lebenswille und -kraft drin, im Gegensatz zur Lana-del-Ray-haften Traurigkeit, die die Strophen des Songs prägt.

Erste musikalische Bilanz

„Sophia. What I Found“, heißt das Album, das jetzt in den Handel kommt. Ein Erstling, ok, aber gleichzeitig zieht die CD eine künstlerische Bilanz. Denn die junge Frau aus Bersenbrück hat bereits vor sieben Jahren den ersten Song geschrieben. „Sleepless“ heißt er; auf dem Album knackt dazu ihn ein funkiger Groove, den Streicher und Backgroundgesang ordentlich aufpeppen. So wird aus der Komposition einer 14-Jährigen ein mustergültiger Popsong. Weiterlesen: Die ersten Produktionen von Sophia

Vor zwei Jahren hat sich Sophie entschlossen, ihre Songs für CD aufzunehmen. Dafür hat sie wertvolle Helfer gefunden, an erster Stelle Peter Patzer: Der betreibt nicht nur ein Tonstudio Rastede, sondern ist auch ein ausgewiesener Fachmann für Arrangements, schneidert jedem Song das passende Kleid. Flexibilität ist da gefragt, denn Sophia liebt die Vielfalt: „Not The First Time“ klingt düster und ein wenig deprimiert, während „Cigarettes and Beer“ durch Akkordeon und fluffigen Swing von der Leichtigkeit des Seins erzählt. Es gibt Songs im Singer-Songwriter-Stil, „Never Mind“ schaut in Richtung Jazz-Ballade. Vielfalt ist Programm; Sophia will sich „nicht auf einen Stil festlegen“, und Patzer schöpft aus dem Vollen: Echte Streicher, echte Bläser sorgen für den vollen Sound.

Mindestens genauso wichtig ist aber Sophias Mutter Kirsten. Denn eine fertige Aufnahme bedeutet nicht zwangsläufig, dass daraus eine fertige CD wird. Sophia ist da in einer feinen Situation: Das Album kommt auf einem Label heraus, das die Mutter eigens dafür gegründet hat. Cocobella heißt es.

So bringt das Album Sophia einen Schritt weiter in Richtung Profisängerin. Damit die Karriere auf festen Füßen steht, studiert sie Popgesang am Institut für Musik; sie betont aber, dass sie ihr Album unabhängig vom IfM aufgenommen hat. „Aber mit Rat und Tat“ wären Dozenten und Gesangslehrer schon zur Seite gestanden. An diesem Freitag kommt das Album nun in den Handel, flankiert von einer Reihe an Konzerten: Das Releasekonzert findet heute in Bielefeld statt, und am 11. Mai tritt sie während der Maiwoche auf der Rathausbühne auf. Im September schließlich folgt ein Konzert im Haus der Jugend.


Sophia: „What I Found“. CD, ersch. bei Cocobella Music

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