Komiker auf sieben Bühnen Ausverkaufte „Komische Nacht“ in Osnabrück

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Zum 14. Mal hieß es am Dienstagabend „Comedy Marathon“ in Osnabrück. An sieben Orten traten bekannte Comedians auf und sorgten für Spaß und Lacher.

Osnabrück. Am Dienstagabend wurde es in Osnabrück wieder lustig. In sieben Kneipen und Cafés standen Comedians bei der 14. „Komischen Nacht“ auf den Bühnen. In jedem Laden traten fünf Komiker jeweils 25 Minuten auf, danach wechselte der Witzemacher, das Publikum blieb bequem sitzen. Ein Konzept, das seit vielen Jahren für Begeisterung und volle Kneipen sorgt. In der Innenstadt war kein Platz mehr zu bekommen. Blue Note, Hasetor-Kino, Bar-Celona, Grüner Jäger, Lagerhalle und das Café Extrablatt warn vollkommen ausverkauft. Nur im Lutherhaus soll es noch einige Restkarten gegeben haben.

Die Komiker erwartete auf den Bühnen stets ein warmer Empfang. Jens Heinrich Claassen beispielsweise freute sich in Osnabrück auftreten zu können. Der gebürtige Düsseldorfer lebt mittlerweile in Münster. „Dort werden Fahrräder nicht gefahren, sondern geklaut“, berichtete er aus der Nachbarstadt. Er selbst sei aber nicht häufig dort, da er viel auf Kreuzfahrtschiffen auftrete. Im Publikum suchte er gleichzeitig nach einer Frau zum Heiraten. Aber weder die freie Fahrt auf den sieben Weltmeeren noch sein teures Smartphone reichten, um eine Frau zu finden.

Musikalisch wurde es bei Atze Bauer. Mit der Gitarre begleitete er sich bei vielen Liedern selbst. Hundertprozent Originalversionen, wie er meinte. Allerdings wurde ihm da manchmal sein fränkischer Lokalpatriotismus zum Stolperstein. Der James Bond-Film „Spectre“ heißt bei ihm „Schpäkta“ und auch der Hit „Dragosta din tei“ sei in Wirklichkeit ein Folklied aus seiner Heimat. Immer hin heiße es im Refrain ja „Mei Eier sin hie“.

Salim Samatou, gebürtige Mainzer mit marokkanisch-indischen Wurzeln, schaute vor allem auf die Wirkung Deutschlands im Ausland. Und für Osnabrücker sei das bestimmt schon Quakenbrück. Viel „Respekt“ hatte er für seine Landsleute, die bei Unglücken in aller Welt vor Ort seien. „Wir sind das einzige Land, in dem das in den Nachrichten eine entscheidende Rolle spielt“, meinte er.

Keirut Wenzel ist echter Diplombiologe. Gesundheit steht deswegen auch für ihn im Mittelpunkt. Seine Pulsuhr brauche er für die Fettverbrennung und weil es in seinem Fitness-Studio geradezu Pflicht sei. „Die dicken Kinder sind einfach zu schnell gelaufen“, lästerte er über den Trainingswahn nach Pulsuhr. Aber auch die Körperfettwage kam nicht gut weg. „0,5 Prozent Körperfett, der Rest ist Frittenfett“, gab er zu. Dabei sei doch die Ernährung wichtig. Ein Beispiel: die Milchschnitte. Das sei als wenn eine Frau Brad Pitt wolle und dafür Rainer Calmund bekomme.

Ebenfalls in die musikalische Trickkiste griff „Der Wolli“, ein waschechter Hamburger. Peinliche Momente waren ihm nicht nur nicht peinlich, sondern Mittelpunkt seines Programms, quasi ein musikalisch vorgetragener Lebenslauf. Das Leben als frischgebackener Junggeselle und die Erlebnisse als Vater von zwei pubertierenden Söhnen standen bei Andreas Weber im Mittelpunkt. Auf Özgür Cebe mussten die Comey-Fans ebenso verzichten wie auf Jan van Weyde, der einen TV-Auftritt aufzeichnen musste. Mit Amjad hatte der Veranstalter allerdings für passenden Ersatz gesorgt.


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