Ein Bild von Wilfried Hinrichs
20.03.2018, 19:00 Uhr KOMMENTAR

Die Kosten der Weihnachtsbeleuchtung sind unfair verteilt

Kommentar von Wilfried Hinrichs

Krahnstraße in Osnabrück. Foto: Michael GründelKrahnstraße in Osnabrück. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Die Stadt Osnabrück will in die Weihnachtsbeleuchtung investieren. Ein richtiger Schritt, denn die Kosten sind ungerecht verteilt. Die Stadt und etliche Trittbrettfahrer entziehen sich dieser Gemeinschaftsaufgabe.

Es waren andere Zeiten, als der Rat 2009 beschloss, die Lichterketten von den Bäumen zu nehmen. Die Stadt musste sparen, sparen, sparen. Während die öffentliche Hand sich zurückzog, ging eine Kaufmannschaft in die Offensive: Die Werbegemeinschaft Krahnstraße setzte mit einer beeindruckenden Illumination neue Maßstäbe und stieß damit eine Entwicklung an. Auch die Kaufleute an Hasestraße, Johannisstraße, Georgstraße oder an der Großen Straße begannen, ihre Quartiere zu verschönern – wobei nicht verschwiegen bleiben soll, dass sich einige Trittbrettfahrer unter den Einzelhändlern im Licht und auf Kosten der anderen sonnten. Und auch die Stadt selbst geriet in ein schiefes Licht. Zu Recht.

Die Kostenverteilung ist unfair. Engagierte Kaufleute zahlen, viele andere ducken sich weg. Aber alle wollen, dass Osnabrück in der Weihnachtszeit Ausstrahlung hat. Dann müssen auch alle dafür zahlen. Auch die Steuerzahler.


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