Richtfest am Campus Westerberg Rohbau des neuen Rechenzentrums der uni Osnabrück steht

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Hoch hinaus: Der traditionelle Kranz beim Richtfest der Universität Osnabrück für ihr neues Rechenzentrum am Westerberg. Foto: Jörn MartensHoch hinaus: Der traditionelle Kranz beim Richtfest der Universität Osnabrück für ihr neues Rechenzentrum am Westerberg. Foto: Jörn Martens

Osnabrück . Nächster Schritt bei der Neugestaltung des Campus Westerberg: Im Beisein von gleich zwei Ministern aus Hannover hat die Universität Osnabrück am Montag das Richtfest des neuen Rechenzentrums gefeiert. Mit einem Budget von fast 25 Millionen Euro ist das Bauprojekt derzeit eines der größten in der Region Osnabrück.

Neun Monate nach Baubeginn steht der Rohbau des neuen Rechenzentrums der Uni Osnabrück am Campus Westerberg. Der IT-Bereich der Universität soll ab Frühsommer 2019 von hier gesteuert werden. Zudem finden auf den rund 3000 Quadratmetern Nutzfläche in drei Etagen das Dezernat Gebäudemanagement und Lehr- und PC-Räume einen Platz.

Drittes Bauprojekt in jüngster Zeit

„Wer baut, denkt an die Zukunft“, betonte Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers. Für die Standortentwicklung am Westerberg sei das Projekt ein wichtiger Beitrag. Der Neubau war nötig geworden, weil das Allgemeine Verfügungszentrum (AVZ) an der Albrechtstraße nicht mehr brandsicher ist und seit 2013 nur noch eingeschränkt genutzt werden darf. Das neue Rechenzentrum ist neben dem Zentrum für Zelluläre Nanoanalytik und der Verbundbibliothek von Hochschule und Uni das jüngste Bauvorhaben am Campus Westerberg.

Hilbers lobte die Konzeption des Projekts. Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit stünden in einem gesunden Verhältnis. Die Bauarbeiten kämen gut voran, nach neun Monaten sei bereits Vieles zu erkennen. Auch der ökologische Faktor werde nicht vernachlässigt: Das Gebäude könne in Zukunft mit einer effizienten Energieversorgung punkten. Genau wie Oberbürgermeister Wolfgang Griesert wies Hilbers auf die Bedeutung von Investitionen in den Bereich Wissenschaft hin, denn Wissen sei „unser größter Rohstoff.“

Raumbedarf wird gedeckt

Florian Steinhoff, stellvertretender Leiter des staatlichen Baumanagements Osnabrück-Emsland, erklärte, das Rechenzentrum sei der vorerst letzte Baustein der Neugestaltung nach dem Ausscheiden des AVZ. Universitätspräsident Wolfgang Lücke freut sich, den „so dringend benötigten Raum“ endlich bereitstellen zu können. In den neuen Lehr- und PC-Räumen könnten künftig zum Beispiel elektronisch unterstützte Klausuren abgehalten werden. Das Entwicklungskonzept Westerberg sei sehr gut aufgestellt, einzig die Parksituation ließe noch Raum für Verbesserungen. Hier fehle noch ein passendes Design.

Minister Thümler mit Antrittsbesuch

Zuvor hatte Lücke den neuen niedersächsischen Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) an der Universität begrüßt. Dabei war unter anderem die Zukunftskonzeption „UOS 2020“ ein Thema, die Lehr- und Forschungsschwerpunkte festgelegt. Thümler betonte, der Entwurf sei „der krönende Abschluss einer konstruktiven, gemeinsamen Arbeit aller Verantwortlichen in der Universität Osnabrück.“

Berufungsrecht verlängert

Der CDU Politiker besuchte das erst im November 2017 eröffnete, bundesweit einmalige Zentrum für Zelluläre Nanoanalytik und erhielt einen Einblick in den wissenschaftlichen Betrieb. Mithilfe modernster Technik wird dort an der Schnittstelle von Zellbiologie und Nanowissenschaft geforscht. Zum Abschluss gab es noch eine positive Nachricht: Auch in den kommenden drei Jahren kann die Uni Osnabrück eigenständig über die Berufung neuer Professoren entscheiden. Ein entsprechendes Schreiben hatte der Wissenschaftsminister mitgebracht. „Die Erfahrungen in den letzten sechs Jahren waren durchweg positiv“, so Thümler, das Vertrauen in die Universität sei mehr als berechtigt.

Neben der Universität Osnabrück verfügen mit der Leibniz Universität Hannover und der Technischen Universität Braunschweig nur zwei weitere niedersächsische Hochschulen in staatlicher Trägerschaft über dieses Recht.


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