Umleitung für die Busse Osnabrücker Johannisstraße wird Großbaustelle ab Ende Mai

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Der Busverkehr wird umgeleitet: Ende Mai sollen in der Johannisstraße die Bauarbeiten beginnen. Sie werden mindestens ein halbes Jahr dauern. Foto: Jörn MartensDer Busverkehr wird umgeleitet: Ende Mai sollen in der Johannisstraße die Bauarbeiten beginnen. Sie werden mindestens ein halbes Jahr dauern. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Die Johannistraße wird ab Ende Mai für ein halbes Jahr oder länger gesperrt. Zwischen Neumarkt und Süsterstraße wollen die Stadtwerke die Versorgungsleitungen erneuern. Für die Busse wird es eine Umleitung geben. Die Arbeiten stehen im Zusammenhang mit der Umgestaltung des Neumarkts.

Beeinträchtigungen durch Baustellen sind in der Johannisstraße seit Jahren ein sensibles Thema. In den Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt kam das Thema durch eine Anfrage der SPD-Fraktion. Jürgen Schmidt vom Fachdienst Straßenbau bestätigte, dass die geplanten Arbeiten einen größeren Umfang annehmen werden. Ende Mai, nach dem Abschluss der Maiwoche, soll es losgehen. Nach Möglichkeit wollen die Tiefbauer im November fertig sein. Aber das gilt noch nicht als sicher.

Falls die Zeit nicht reiche, werde die Baustelle zum Weihnachtsgeschäft geschlossen und Anfang 2019 noch einmal aufgemacht, kündigte Schmidt an. Die Dauer der Arbeiten sei schwer kalkulierbar, weil die Hausanschlüsse für Strom, Gas, Wasser und die Abwasserkanäle erneuert werden müssten. Und weil die Anschlüsse teilweise in vier Meter Tiefe liegen, sei eine große Baugrube unvermeidlich. Mit der Folge, dass die Busse umgeleitet werden müssten.

Bus-Umleitung als Probelauf

Stadtwerke-Sprecher Marco Hörmeyer erklärte dazu auf Anfrage, dass es noch keinen endgültigen Plan gebe. Der Busverkehr werde aber voraussichtlich über den Kollegienwall und die Lyrastraße geführt. Im Ausschuss wurde zwar bedauert, dass die Bauarbeiten zu Beeinträchtigungen führen werden, Ratsherr Wulf-Siegmar Mierke von der Fraktion UWG/Piraten konnte der Ankündigung aber auch Positives abgewinnen. Die Sperrung könne ja auch als Probelauf für das Projekt „Busse raus aus der Johannisstraße“ verstanden werden, meinte er.

Auch andere Politiker gaben mit einem Kopfnicken zu verstehen, dass sie Sympathie für solche Überlegungen haben. Fachdienstleiter Schmidt gab zu bedenken, dass sich zwar viele Anwohner der Johannisstraße eine Fußgängerzone ohne Busse wünschen würden, bei den Geschäftsleuten ergebe sich jedoch ein anderes Bild.

Kaufleute besorgt

Schon in der Vergangenheit hatte es von den Kaufleuten immer wieder Beschwerden über Beeinträchtigungen gegeben. Weil das Betonsteinpflaster den Belastungen durch die schweren Busse nicht standhielt, wurden immer neue Varianten ausprobiert, bis das Problem am Ende doch mit einer asphaltierten Fahrbahn gelöst wurde. Als vor vier Jahren der Neumarkttunnel zurückgebaut wurde, gab es Klagen, dass es der Kundschaft schwer gemacht werde, überhaupt noch den Weg in die Johannisstraße zu finden. Aber nicht nur die Baustellen machen den Geschäftsleuten das Leben schwer. Es werde zu wenig getan gegen Müll und Dreck auf der Straße, gegen Alkohol- und Drogenkonsum, Pöbeleien und Gewalt, beschweren sich die Anlieger. Von der Stadt und der Polizei fühlen sie sich vernachlässigt.

Über die bevorstehenden Bauarbeiten wollen die Stadt und die Stadtwerke in einer Anliegerversammlung am 23. April informieren. Einzelheiten dazu würden auch auf den Internetseiten veröffentlicht, kündigt Stadtwerke-Sprecher Marco Hörmeyer an.

Die Frage nach der künftigen Oberflächengestaltung auf dem 330 Meter langen Abschnitt zwischen Neumarkt und Süsterstraße hat Jürgen Schmidt vom Fachdienst Straßenbau im Stadtentwicklungsausschuss beantwortet. Wegen der schweren Busse soll die Fahrbahn künftig in Beton ausgeführt werden. Für die Seitenstreifen, die den Fußgängern vorbehalten sind, ist weiterhin eine Pflasterung vorgesehen.


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