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19.03.2018, 06:30 Uhr IDEE FÜR OSNABRÜCK

Verschenkmarkt schont Umwelt und Geldbeutel

Von Sebastian Stricker


Das Osnabrücker Kleiderlager soll zum Verschenkmarkt für Bedürftige ausgebaut werden. Foto: Gert WestdörpDas Osnabrücker Kleiderlager soll zum Verschenkmarkt für Bedürftige ausgebaut werden. Foto: Gert Westdörp

Osnabrück. Weitergeben statt wegwerfen: Nachhaltiger, wirtschaftlicher und sozialer geht es kaum. Ein Verschenkmarkt für Bedürftige nach Oldenburger Vorbild wäre deshalb auch in Osnabrück einen Versuch wert. Mit bestehenden Sozialkaufhäusern würde er nicht konkurrieren, sondern ihr Angebot sinnvoll ergänzen.

Täglich werden in den Haushalten Gegenstände ausrangiert, die noch funktionstüchtig und damit für den Müll viel zu schade sind. Ein Verschenkmarkt würde eine zusätzliche Möglichkeit schaffen, gebrauchte und gut erhaltene Waren im Kreislauf zu halten. Das hilft, Abfall zu vermeiden und sparsam mit Ressourcen umzugehen.

Neben der Umwelt schont ein Verschenkmarkt auch den Geldbeutel all jener Mitbürger, die sich Fabrikneues schlicht und ergreifend nicht leisten können – von Luxus ganz zu schweigen. Weiterer Vorteil einer solchen Einrichtung: Sie fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt, indem sie die Menschen vor Ort dazu bringt, sich mehr umeinander zu kümmern.

Unbegründet scheint die Sorge, ein Verschenkmarkt für Bedürftige würde sozialen Kaufhäusern das Geschäft verderben. In Oldenburg zeigt sich, dass beide Einrichtungen nicht nur nebeneinander bestehen, sondern sogar eng zusammenarbeiten können. So gehen zum Beispiel Ladenhüter aus dem Sozialkaufhaus immer erst hinüber zur Gratis-Resterampe, bevor sie mangels Interessenten tatsächlich entsorgt werden.


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