Kundgebung am Hauptbahnhof Osnabrücker Kurden zeigen Solidarität mit Afrin

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Osnabrück. Mit einer weiteren Demonstration in Osnabrück hat der Kurdische Kulturverein auf die Situation der Kurden im Nordwesten Syriens aufmerksam gemacht. Unter dem Motto: „Die Welt muss sehen, was gerade in Afrin passiert!“ sind am Freitagnachmittag rund 100 Demonstranten für die Menschen in der von türkischen Truppen umstellten Stadt auf die Straße gegangen.

„Keine deutschen Waffen in Afrin“, riefen die Teilnehmer der Kundgebung auf dem Vorplatz des Osnabrücker Hauptbahnhofs. Sie thematisierten damit die Rolle Deutschlands als NATO-Mitglied, protestierten gegen deutsche Waffenexporte in die Türkei und gegen das politische Handeln des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan. „Deutschland und die internationale Gemeinschaft dürfen nicht zu dem drohenden Massaker in Nordsyrien schweigen. Die Menschen in Afrin brauchen unsere Unterstützung gegen den türkischen Angriffskrieg“, sagte eine Vertreterin des Kurdischen Kulturvereins. Auf dem Bahnhofsvorplatz forderten die Demonstranten Unterstützung mit dem Ausruf: „Hoch die internationale Solidarität.“ Auch Deutschland müssen sofort handeln und die Waffenexporte in die Türkei einstellen, so die Forderung.

Afrin wird seit Anfang des Jahres von der türkischen Luftwaffe angegriffen und umstellt, heißt es seitens des kurdischen Vereins. Seit Beginn der türkischen Angriffe seien bis zum 11. März rund 280 Zivilisten getötet und 747 verletzt worden, teilte der Verein im Vorfeld der Demo in einer Pressemeldung mit. Der türkische Staat habe vor, Afrin und weitere Gebiete zu besetzen und so die demokratische autonome Selbstverwaltung Nordsyriens zu zerstören. Das Leben von Hunderttausenden Menschen sei in Gefahr.

Mehrere Demonstrationen in Osnabrück

In den vergangenen Wochen hatte der Kurdische Kulturverein in Osnabrück immer wieder zur Demo gegen die türkische Offensive in Syrien aufgerufen. Auch am Donnerstagabend gingen rund 80 Menschen für Afrin auf die Straße.

Die Demo wurde von der Linken Hochschulgruppe der Universität Osnabrück und dem autonomen Zentrum organisiert.

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