5000 Euro für Mädchenschule Gymnasium Carolinum unterstützt Schule in Afghanistan

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Hilfe aus Osnabrück: Die Vorsitzende des Afghanischen Frauenvereins, Nadia Nashir-Karim (Mitte), freut sich über 5000 Euro vom Gymnasium Carolinum. An der Spendenübergabe nahmen Schulleiter Helmut Brandebusemeyer, Lehrerin Bärbel Schulte und die Jahrgangsstufe sechs teil. Foto: Elvira PartonHilfe aus Osnabrück: Die Vorsitzende des Afghanischen Frauenvereins, Nadia Nashir-Karim (Mitte), freut sich über 5000 Euro vom Gymnasium Carolinum. An der Spendenübergabe nahmen Schulleiter Helmut Brandebusemeyer, Lehrerin Bärbel Schulte und die Jahrgangsstufe sechs teil. Foto: Elvira Parton

Osnabrück . 5000 Euro für Schuluniformen und Bücher, eine Laborausstattung und sogar die Stromversorgung – auch in diesem Jahr unterstützt das Gymnasium Carolinum eine Mädchenschule in Afghanistan. Die Spende hilft, den täglichen Schulbetrieb zu gewährleisten.

In diesem Jahr soll es endlich dauerhaft Strom geben. Bisher habe die Bojasar-Mädchenschule – 40 Kilometer nördlich von Kabul – lediglich einen Diesel betriebenen Generator, erklärt Nadia Nashir-Karim, Vorsitzende des Afghanischen Frauenvereins. Die Organisation betreut das Projekt und koordiniert die Spendenvergabe. Daher werde die Schulglocke auch noch ganz traditionell per Hand betrieben.

Täglichen Unterricht gewährleisten

Seit sieben Jahren unterstützt das Gymnasium Carolinum den Afghanischen Frauenverein. „Wir sind begeistert von dem Engagement, das der Afghanische Frauenverein zeigt, um seinen Landsleuten zu helfen“, sagt Schulleiter Helmut Brandebusemeyer. Er betont, wie wichtig die Kontinuität der jährlichen Spende sei – neben Lehrmaterialien werde auch das Gehalt von einigen Hilfskräften durch die finanzielle Unterstützung bezahlt. So könne die Schule in Afghanistan langfristig planen und den täglichen Unterricht aufrechterhalten. Dieses Mal stamme das Geld zum größten Teil aus dem Erlös eines Sponsorenlaufs im vorigen Jahr.

Gefährlicher Alltag

Die 2012 gegründete Bojasar-Mädchenschule liegt in dem von Landwirtschaft und Armut geprägten Distrikt Schakardana, nördlich der Hauptstadt Kabul. Für die über 500 Schülerinnen der Klassen eins bis zwölf ist der Unterricht dank der Spenden kostenlos – genauso wie Stifte, Hefte und Schuluniformen. Meist müssten die Mädchen neben der Schule noch auf den Feldern helfen oder Holz sammeln, erläutert Nashir-Karim. „Das tägliche Leben beginnt mit dem Sonnenaufgang und endet mit dem Sonnenuntergang.“ Gerade das Sammeln von Holz berge aber Gefahren – in Folge des jahrzehntelangen Bürgerkriegs sei das Gebiet noch immer mit Landminen bestückt.

Drei Monate Ferien

Zum Abschluss der Spendenübergabe gibt es noch eine Fragerunde. Die anwesenden Schüler der Jahrgangsstufe sechs wollen von Nadia Nashir-Karim wissen, ob es denn auch Ferien für die Kinder in Afghanistan gebe. Die Antwort hinterlässt staunende Gesichter. Die Ferienzeit im Winter sei drei Monate lang, bis zum 23. März. Vor dem Hintergrund der extrem niedrigen winterlichen Temperaturen mache der Unterricht in dieser Zeit wenig Sinn.


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