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15.03.2018, 13:00 Uhr FRÜHZEITIG REAGIEREN

Hörner Weg: Licht einschalten und Angst reduzieren

Kommentar von Catharina Kronisch

Am Hörner Weg in Osnabrück werden Bewegungsmelder installiert, damit die Kinder auf dem Schulweg in der Dunkelheit besser gesehen werden. Foto: André HavergoAm Hörner Weg in Osnabrück werden Bewegungsmelder installiert, damit die Kinder auf dem Schulweg in der Dunkelheit besser gesehen werden. Foto: André Havergo

Osnabrück. In Osnabrück werden neue LED-Lampen mit Bewegungsmeldern getestet, um öffentliche Straßen in der Dunkelheit sicherer zu machen. Im Dunkeln übersehen zu werden, das ist für Schulkinder, Fußgänger und Radfahrer eine Gefahr. Ein Kommentar.

„Mach das Licht aus, wenn du das Zimmer verlässt!“ – Dass dauerhaft brennende Lampen auch im privaten Haushalt nicht die umweltfreundlichsten Varianten sind, das lernt jedes Kind. Ein leerer Raum braucht genauso wenig Licht, wie eine unbelebte Straße. Die Beleuchtung dort nachts zu reduzieren, ist im Hinblick auf die Umwelt sicher sinnvoll. Dennoch sollte die Stadt frühzeitig etwas tun, wenn es um die Sicherheit von Menschen und erst recht von Kindern geht, die sich morgens auf dem dunklen Weg zur Schule befinden. Auch Erwachsene, darunter Radfahrer und Fußgänger, kennen das Gefühl, in der Dunkelheit verunsichert eine Straße zu überqueren, Angst zu haben, von einem Auto, Bus oder Lastwagen übersehen zu werden und unter die Räder zu geraten. Wenn Gefahren und Ängste durch mehr Licht verringert werden können, dann haben die Bürger recht: Es muss so schnell wie möglich wieder eingeschaltet werden.

Das neue Konzept der LED-Lampen mit Bewegungsmeldern kann ein innovatives Konzept sein, was sich schon auf vielen privaten Grundstücken bewährt. Sicher auch für mehrere Straßen in Osnabrück eine Idee, die bisher noch ziemlich düster sind. Diese Investition schont auf Dauer die Umwelt – und hoffentlich auch den städtischen Geldbeutel.


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