König im Schottenrock Britische Band mit niederländischem Keyboard-Künstler

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Osnabrück. Auf Oldschool-Rock mit Popappeal und funkigen Nebentönen hat sich die britische Band King King spezialisiert. Im Rosenhof stellte die Truppe rund um Sänger Alan Nimmo einmal mehr ihre Qualitäten unter Beweis.

Die Basstrommel vibriert im Viervierteltakt. „Come on down“, fordert ein Mann im Schottenrock die Zuschauer im Rosenhof auf, vom hinteren Teil des Clubs vorn an die Bühne zu kommen. Die Band macht keinen Hehl daraus, dass hier vom ersten Song an gefeiert werden darf: die Liebe zum guten alten Rock. Gitarre, Bass und Hammondorgel setzen ein, bis der Sänger mit dem Thin Lizzy-T-Shirt die Dominanz über das musikalische Geschehen übernimmt. Er besticht mit seiner kräftig-rauen Stimme, mit der er starke Melodien singt.

King King heißt dieses Quartett, das Sänger Alan Nimmo um sich scharte, um auf der Bühne seiner Vorliebe für melodiösen, treibenden Oldschool-Rock zu frönen. „Wir sind zum ersten Mal hier in Osnabrück“, behauptet der schottische Musiker nach einigen Songs und erntet massiven Protest. Tatsächlich war er mit seiner Band bereits 2016 Gast der Blueslawine im Haus der Jugend. Schon damals begeisterte er die Zuschauer mit kompaktem Rock, bei dem der Blues eher in den Hintergrund rückte. Außerdem konnte man damals auch erkennen, dass es sich bei King King nahezu um eine One-Man-Band handelt, denn Alan Nimmo ist der Mann im Mittelpunkt, der nicht nur mit einer großartigen Stimme gesegnet, sondern auch ein fähiger Gitarrist ist.

Derweil sind Schlagzeuger und Bassist zwar handwerklich gut aufgestellt, doch sie fallen nicht durch besondere Virtuosität auf. Im Gegensatz zum niederländischen Keyboarder Bob Fridzema, der mit seiner Hammond-Orgel für einige klingende Sahnehäubchen sorgt.

Die britische Bluesrock-Band King King zu Gast im Rosenhof Osnabrück Foto: André Havergo

Geradezu tanzbar wird der King King-Sound beim dynamisch-funkigen Song „All Your Life“. Derweil kann man die sprichwörtliche Stecknadel fallen hören, als Nimmo bei der Ballade „Stranger To Love“ Aufmerksamkeit auf sein Gitarrensolo richtet, indem er die Verstärkung ausschaltet und die Saiten seiner Elektrogitarre rein akustisch klingen lässt. Beeindruckende Performance.


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