Für die Sicherheit von Kindern Bewegungsmelder für Osnabrücker Straßenlaternen im Test

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Mehr Licht in der Dunkelheit: Der Hörner Weg zwischen der Straße Zum Dütekolk und der Hausnummer 2B ist bisher düster. Bis zum Herbst soll sich das durch neue LED-Leuchten ändern.  Foto: André HavergoMehr Licht in der Dunkelheit: Der Hörner Weg zwischen der Straße Zum Dütekolk und der Hausnummer 2B ist bisher düster. Bis zum Herbst soll sich das durch neue LED-Leuchten ändern. Foto: André Havergo

Osnabrück. Die Stadt Osnabrück testet ein neues Beleuchtungskonzept. In Zukunft sollen immer mehr Straßenlaternen an öffentlichen Wegen mit Bewegungsmeldern ausgestattet werden. Dieses Modell wird unter anderem am Hörner Weg im Stadtteil Hellern getestet. Dafür will die Stadt insgesamt 80.500 Euro in die Hand nehmen.

„Wir sind dabei, neue Beleuchtungsarten an verschiedenen Orten und mit unterschiedlichen Nutzergruppen, wie Fußgängern und Radfahrern, zu testen. Am Hörner Weg in Hellern und am Radschnellweg zwischen Osnabrück und Belm werden neue LED Lampen mit dem mitlaufenden Licht jetzt als erstes getestet“, sagt Stadtbaurat Frank Otte. „Wenn sich das System in Sachen Umweltschutz und Sicherheit bewährt, könnte es in mehreren Gebieten in Osnabrück installiert werden.“

Test in Osnabrück Hellern

Um den Hörner Weg besser und trotzdem energiesparend sowie umweltfreundlich zu gestalten, will die Stadt 18 LED-Leuchten aufstellen, die mit Bewegungsmeldern ausgestattet sind. „Das heißt, wenn beispielsweise eine Kindergruppe die Straße entlang läuft, geht das Licht an“, sagt Otte. Das Besondere: „Da die Beleuchtungsstärke gedimmt wird, wenn keiner auf der Straße ist, und in den Nachtstunden auf zehn bis 20 Prozent reduziert werden kann, sinken die Stromkosten; es gibt weniger Belastung durch CO2.“

Für die neue Beleuchtung müsse die Stadt rund 80.500 Euro ausgeben, für die Anwohner fallen laut Otte keine Kosten an.

Sicherheit für Kinder

„Am Hörner Weg sind die neuen Lampen sinnvoll eingesetzt“, sagt Otte. Hintergrund ist, dass dort im Mai 2014 zwischen der Straße Zum Dütekolk und der Hausnummer 2B die Lichter zunächst ausgegangen sind: Die Stadt hat insgesamt 19 Straßenlaternen außer Betrieb genommen. Dadurch sollte die Licht- und Luftverschmutzung reduziert werden: Rund 87.000 Kilogramm Kohlenstoffdioxid pro Jahr könnten durch das Abschalten des Lichtes eingespart werden, heißt es in der damaligen Beschlussvorlage des Stadtentwicklungsausschusses.

Kritik der Anwohner

Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt begründete vor vier Jahren den Abbau damit, dass im Bereich des Hörner Weges eine dauerhafte, öffentliche Beleuchtung nicht benötigt werden würde, da die Straße dafür nicht belebt genug sei. „Doch das kritisierten immer mehr Anwohner“, sagt Otte im Gespräch mit unserer Redaktion. Das Bürgerforum Hellern habe der Stadt mitgeteilt, dass zwölf Kinder auf ihrem Weg zum Schulbus in der Dunkelheit durch den Berufsverkehr gefährdet seien. Außerdem habe sich ein Anwohner der Straße am Gesmoldsberg mit einem Schreiben an die Verwaltung gewandt und das fehlende Licht bemängelt.

Beleuchtungskonzept ausweiten

Clemens Diessel aus dem Osnabrücker CDU-Kreisvorstand hielt nach Rücksprache mit den Anwohnern schon im vergangenen Oktober fest: „Der Hörner Weg ist an der betroffenen Stelle abends und nachts nicht nur zu dunkel, sondern auch extrem eng und gefährlich für Fußgänger, uns geht es dabei hauptsächlich um die Kinder.“ Darauf hat laut Otte der Stadtentwicklungsausschuss reagiert: „Da die Sicherheit von Kindern in Gefahr ist, ist über den Beschluss aus dem Jahr 2014 erneut beraten und einstimmig ein innovatives Beleuchtungssystem beschlossen worden.“ Dieses umweltschonende Lichtkonzept sei laut Diessel auch an anderen Straßen der Stadt denkbar, wo dauerhaft zu hell brennende Lampen stehen.

Fertigstellung im Sommer und Herbst

Wann die neuen Bewegungsmelder am Hörner Weg aufgestellt werden, sei noch nicht klar. „Wir schreiben den Auftrag nun aus, hoffen aber, dass alles bis zum Beginn der dunklen Jahreszeit in diesem Jahr steht“, sagt Otte. Die Beleuchtung am Radschnellweg solle im Sommer in Betrieb genommen werden.


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