Leben unter dem Damoklesschwert Überlebens-Party „Mehr Freiheit“ in der Kleinen Freiheit

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Es geht weiter: Die Macher der Kleinen Freiheit, Guido Remmert (vorne), Chris Vorberg und Bernie Mersch (hinten), feiern am Samstag „Mehr Freiheit“. Foto: Thomas WübkerEs geht weiter: Die Macher der Kleinen Freiheit, Guido Remmert (vorne), Chris Vorberg und Bernie Mersch (hinten), feiern am Samstag „Mehr Freiheit“. Foto: Thomas Wübker

Osnabrück. Die Kleine Freiheit lebt. Und das wird mit der Party „Mehr Freiheit“ gefeiert. Die Macher des Clubs am Güterbahnhof geben am Samstag 100 Liter Freibier aus. Damit wollen sie mit allen Unterstützern und Freunden darauf anstoßen, dass die ehemalige Eisenbahner-Kantine nicht geschlossen wird.

Das Damoklesschwert hing schon von Anfang an über der Kleinen Freiheit. Im Oktober 2005 nahm der Club seinen Betrieb am Güterbahnhof auf. Die Zukunft des Areals war und ist ungewiss.

Auch die Zusage, am jetzigen Standort weitermachen zu können, bezieht sich laut Macher Guido Remmert auf den Zeitpunkt, an dem die Bauarbeiten am Güterbahnhof beginnen. Was dort gebaut werden soll, und wann die Arbeiten beginnen, das steht noch in den Sternen. Die Fläche, die einst der Deutschen Bahn gehörte, ist zum Zankapfel zwischen der Stadt und der 3G Group geworden. Die hatte sich einen großen Abschnitt auf dem Platz gesichert, um eine Kirche zu errichten.

Leuchtturm der unabhängigen Kulturszene

Die Kleine Freiheit ist zwar zwischen die Mühlsteine der beiden Kontrahenten geraten. Aber der Betrieb ging wie gehabt weiter. In den vergangenen 13 Jahren ist sie zum Leuchtturm der unabhängigen Kulturszene Osnabrücks und darüber hinaus geworden. Eine Schließung wäre ein herber Verlust gewesen, da es einen derartigen Kulturort sonst nicht in der Hasestadt gibt. Einen adäquaten Ersatz haben die Macher auch in der Zwischenzeit nicht gefunden. Oberbürgermeister Wolfgang Griesert soll laut Bernie Mersch in Aussicht gestellt haben, eine Dauerlösung für die Freiheit zu finden. Das Damoklesschwert hängt aber weiterhin über dem Club.

Die Erleichterung auf Seiten der Betreiber und der Besucher des Clubs ist nun erstmal groß. „Wir können uns bei allen Beteiligten nur bedanken, insbesondere bei der Stadt und der 3G Group“, sagt Remmert. Er, Chris Vorberg und Mersch werden den Betrieb jetzt aufrechterhalten und weiter Konzerte, Comedy und Parties anbieten. Am Samstag geht es los mit „Mehr Freiheit“. Dann gibt es abwechselnd Musik vom Kleine Freiheit Show Orchester aka Caught Indie Act und den DJ’s Niklas, der die große Tanzfläche bespielt, sowie JusiJu und Lars Stecken, die in der Lounge Hip Hop auflegen. Los geht es um 23 Uhr. Der Eintritt kostet fünf Euro.


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