Umstellung dauert Wann gibt es die Altkennzeichen im Landkreis Osnabrück?

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Die Alt-Kennzeichen BSB, WTL und MEL wird es im Landkreis Osnabrück voraussichtlich erst ab Januar 2019 geben. Im Landkreis Emsland gibt es ebenfalls Diskussionen um die Wiedereinführung der Kennzeichen LIN (für Lingen), MEP (für Meppen) und ASD (Aschendorf-Hümmling), wobei sich die Befürworter bisher nicht durchsetzen konnten. Symbolfoto: David EbenerDie Alt-Kennzeichen BSB, WTL und MEL wird es im Landkreis Osnabrück voraussichtlich erst ab Januar 2019 geben. Im Landkreis Emsland gibt es ebenfalls Diskussionen um die Wiedereinführung der Kennzeichen LIN (für Lingen), MEP (für Meppen) und ASD (Aschendorf-Hümmling), wobei sich die Befürworter bisher nicht durchsetzen konnten. Symbolfoto: David Ebener

Osnabrück. Nach der Entscheidung des Osnabrücker Kreistags, historische Kennzeichen wieder einzuführen, müssen sich Nostalgiker noch einige Monate gedulden: Nummernschilder mit BSB-, WTL- oder MEL-Kennzeichen wird es wohl erst im kommenden Jahr geben.

Worum geht es? Der Kreistag des Landkreises Osnabrück hatte am Montag den Weg frei gemacht für die Wiedereinführung von historischen Autokennzeichen aus den Altkreisen Melle (MEL), Wittlage (WTL) und Bersenbrück (BSB). Vorangegangen war ein jahrelanger Streit zwischen Befürwortern und Gegnern der Alt-Kennzeichen. Schon früh positionierte sich die Kreisverwaltung gegen die Wiedereinführung. Ihre Argumente: Die Umstellung in den Zulassungsstellen sei zu aufwendig und zu teuer. Zudem werde die Marke „Osnabrücker Land“ entwertet.

Was geschah am Montag? Auf Antrag des Meller Kreistagsabgeordneten Matthias Pietsch (UWG) stimmte der Kreistag in geheimer Wahl über die Wiedereinführung der Kennzeichen ab. Das Ergebnis war knapp: 28 Abgeordnete stimmten dafür, 26 dagegen, vier enthielten sich. Alle vier Redner zu diesem Tagesordnungspunkt sprachen sich für die Weidereinführung aus, daher war so mancher Teilnehmer der Kreistagssitzung angesichts des knappen Ergebnisses überrascht. Vor der Abstimmung hatten die großen Fraktionen den Fraktionszwang aufgehoben und den einzelnen Politikern freigestellt, für oder gegen eine Wiedereinführung zu stimmen. (Weiterlesen: Bekommen die alten Auto-Kennzeichen eine neue Chance?)

Was geschieht nun? Von heute auf morgen geht die Umstellung nicht vonstatten. Laut Kreistagsbeschluss ist jetzt zunächst Michael Lübbersmann am Drücker. Der Landrat wurde durch das Votum des Parlaments beauftragt, beim Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung (MW) den Antrag zu stellen, die Kennzeichen wieder ausgeben zu dürfen. Das Ministerium in Hannover muss dann nach Angaben von Landkreis-Sprecher Henning Müller-Detert wiederum einen Antrag beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) stellen. „Das Bundesministerium erlässt dann einen entsprechenden Bescheid an das MW, das wiederum den Landkreis Osnabrück informiert“, so Müller-Detert.

Wann gibt es die neuen, alten Schilder? Neben diesem Verfahrensgang müssen die EDV-Systeme beim Landkreis umgestellt werden. „Vor diesem Hintergrund müsste die Einführung der Altkennzeichen zum Jahreswechsel möglich sein. Sollten die genannten Rahmenbedingungen es zulassen, wird eine noch schnellere Umsetzung nicht am Landkreis Osnabrück scheitern“, sagt der Verwaltungssprecher auf Nachfrage unserer Redaktion. Reservierungen für Wunschkennzeichen seien erst nach Umstellung des EDV-Systems möglich.

Was kostet eine Umstellung? Bei gleichem Fahrzeughalter fallen bei einem neuen Nummernschild folgende Kosten an:

  • Umkennzeichnung: 27,60 Euro
  • Gegebenenfalls Wunschkennzeichen: 10,20 Euro
  • Gegebenenfalls Feinstaubplakette: 5,10 Euro
  • Schilder: rund 30 Euro


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