Georgelt für den guten Zweck 20.950 Euro für Osnabrücker Verein Kinder in Not

Von Luisa Kiskemper

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Freuen sich über die große Summe: (von links) Monika Schnellhammer, Robert Seidler (beide Vorstand Kinder in Not), Michel Grimmelsmann (Schulleiter Horst-Koesling-Schule) und Dr. Andreas Wenner (Orgelfreunde). Foto: Hermann PentermannFreuen sich über die große Summe: (von links) Monika Schnellhammer, Robert Seidler (beide Vorstand Kinder in Not), Michel Grimmelsmann (Schulleiter Horst-Koesling-Schule) und Dr. Andreas Wenner (Orgelfreunde). Foto: Hermann Pentermann

lki Osnabrück. Wie jedes Jahr im Advent standen auch letztes Jahr wieder die Orgelfreunde in der Fußgängerzone Osnabrücks, um Geld für einen gemeinnützigen Verein zu sammeln. Der Erlös kommt dieses Jahr dem Osnabrücker Verein Kinder in Not zugute.

Das Erbe Aloys Mussenbrocks wird durch den Zusammenschluss der engagierten Ärzte weitergeführt. Der in Osnabrück und dem Umland bekannte Drehorgelspieler war früher selbst für karikative Zwecke mit seiner Orgel aktiv. Diese vermachte er nach seinem Tod der heilpädagogischen Horst-Koesling-Schule. Deren Schulleiter Michael Grimmelsmann betont: „Herr Mussenbrock hat so viel für die Heilpädagogische Hilfe getan. Es ist schön, dass seine Arbeit weitergeführt wird.“

Vier Wochen in der Fußgängerzone

Für vier Wochen sind die Orgelfreunde in der Fußgängerzone aktiv, genau an der Stelle, wo Mussenbrock früher stand. Die Orgelfreunde wurden 2004 gegründet und waren ursprünglich eine Gruppe von Kinderärzten. „Heute haben wir viele weitere Berufsgruppen vertreten“, erzählt Dr. Andreas Wenner, Mitglied und einer der Organisatoren der Orgelfreunde. (Weiterlesen: Bildung kostet Geld – Orgelfreunde sammeln für Osnabrücker Verein Kinder in Not)

Geld fließt in Schulmaterial

Der Vorsitzende des Vereins Kinder in Not, Robert Seidler, hat schon genaue Pläne für das Spendengeld: „Wir werden mit dem Geld Familien unterstützen, die Probleme haben, Schulmaterialien zu bezahlen.“ Eltern, die nicht in der Lage sind, das Schulmaterial für ihre Kinder zu kaufen, können sich bei dem Verein Kinder in Not Osnabrück Unterstützung holen. „Der Staat macht da einfach zu wenig“, erklärt Seidler. Es könne nicht sein, das Schüler nicht am Mathematikunterricht teilnehmen können, weil sie keinen Taschenrechner zu Verfügung hätten. „Ab der elften Klasse bist du ohne Taschenrechner einfach raus“, sagt Seidler. Einen guten Start in die Schule für alle Kinder zu gewährleisten, liege ihm am Herzen.

„Ich muss sagen, dass wir selten einen Verein erlebt haben, der selbst so engagiert mit dabei war“, betont Wenner. „Insgesamt steckten am Ende 11.000 Euro in unserer Spendenbüchse“, freut sich Wenner. Der Rest des Gesamtbetrags sei über Spendenaufrufe zusammengekommen, erklärt er. „Das Geld ist dann direkt auf das Konto der Kinder in Not eingegangen.“

„Unglaubliche Summe“

„Über die unglaubliche Summe freuen wir uns sehr. Ich glaube, es liegt daran, dass die Orgelfreunde in der Stadt bekannt sind und die Menschen, die durch die Einkaufsstraße schlendern, wissen wer da Musik macht“, vermutet Monika Schnellhammer aus dem Vorstand von Kinder in Not.


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