Tödlicher Unfall im Oktober Fußgänger gestorben: Staatsanwaltschaft Osnabrück klagt Autofahrer an

Von Jörg Sanders

Die Staatsanwaltschaft Osnabrück hat Anklage gegen einen Golffahrer erhoben. Er hatte im Oktober ein Ehepaar an der Buerschen Straße erfasst. Der Ehemann starb, die Frau wurde sehr schwer verletzt. Archivfoto: Swaantje HehmannDie Staatsanwaltschaft Osnabrück hat Anklage gegen einen Golffahrer erhoben. Er hatte im Oktober ein Ehepaar an der Buerschen Straße erfasst. Der Ehemann starb, die Frau wurde sehr schwer verletzt. Archivfoto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück hat Anklage gegen einen Golffahrer erhoben. Er hatte im Oktober ein Ehepaar an der Buerschen Straße erfasst. Der Ehemann starb, die Frau wurde sehr schwer verletzt.

Staatsanwalt Christian Bagung bestätigte die Anklage wegen fahrlässiger Tötung in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung auf Anfrage unserer Redaktion.

56-Jähriger stirb kurz nach Unfall

Am 7. Oktober hatte der damals 59-jährige Golffahrer das Ehepaar an der Fußgängerfurt beim Abbiegen von der Alten Poststraße in die Buersche Straße erfasst. Der 56-jährige Ehemann starb kurz danach im Krankenhaus, die Ehefrau wurde schwer verletzt. Ein Gutachten ergab keinen technischen Defekt an der Ampel, und es gibt der Staatsanwaltschaft zufolge keine Hinweise darauf, dass das Paar bei Rot über die Fußgängerampel gegangen war.

Ermittler: Fahrer war unaufmerksam

Laut Staatsanwaltschaft war der Golffahrer beim Abbiegen schlichtweg unaufmerksam. Insbesondere den großen auffälligen Regenschirm mit einer Großbritannien-Flagge hätte er erkennen müssen, wirft die Staatsanwaltschaft ihm vor. Zum Zeitpunkt des Unfalls hatte es geregnet.

Am Abend des 7. Oktober 2017 erfasst ein Golffahrer ein Ehepaar beim Abbiegen in die Buersche Straße. Der Ehemann stirbt, die Frau wird sehr schwer verletzt. Archivfoto: Swaantje Hehmann

Der Fahrer wird sich bald wohl vor dem Osnabrücker Amtsgericht verantworten müssen. Gerichtssprecher Ansgar Buß zufolge wurde die Anklage inzwischen an den Beschuldigten zur Stellungnahme geschickt. Über die Eröffnung des Hauptverfahrens sei noch nicht entschieden. 

Bei einer Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung droht dem Autofahrer eine Geldstrafe oder bis zu fünf Jahren Haft.