Eine Leiche beim Mädelstreff Neue Theaterproduktion der Ursula-Schule: „Mordsabend“ in Osnabrück

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Osnabrück. Gut ein Tag bleibt den Schauspieler der Theater-Arbeitsgemeinschaft (AG) der Ursula-Schule noch bis zur Premiere ihres Stücks „Mordsabend“. Aber bei der Generalprobe, etwa 50 Stunden vor der ersten Aufführung, lag neben konzentrierter Betriebsamkeit doch schon ein bisschen Lampenfieber in der Luft.

„Aktuell geht es gerade mal mit der Aufregung vor der Premiere“, sagt die 17-jährige Alina Bergmann und die fünf weiteren Mitspieler nicken dazu. Sie sitzen noch unbeschwert in der Kulisse ihres „Mordsabends“ und gehen letzte Details durch. AG-Leiter Manfred Klauss hat vor der letzten Probe noch einige Anmerkungen zur Technik und zu kleineren Details. Alles ist ruhig und geordnet. Aber noch fehlen die Teller für die Pizzaschnecken, eine wichtige Requisite.

Harmloser Mädelsabend

Denn der Abend, den das Stück in klassischer Krimi-Manier thematisiert, beginnt ganz harmlos mit einem Mädelsabend. Eine junge Frau ist bei den Eltern ausgezogen und hat ihre Freundinnen eingeladen. Eine ist zickig, eine schüchtern und eine für den Anlass etwas zu sehr aufgebrezelt. Die Auswahl der anzusehenden DVD verläuft normal und der Abend entwickelt sich unauffällig. Bis plötzlich eines der Mädchen tot ist.

Nur ein Missverständnis?

War es ein Unfall? Selbstmord? Mord? Oder nur ein Missverständnis? Eines ist jedenfalls klar: Alina Bergmann hat in dem von ihr selbst geschriebenen Theaterstück reichlich falsche Fährten und Falltüren eingebaut. „Die Idee dazu hatte ich vor ungefähr einem Jahr“, berichtet die Osnabrückerin, die sich für den Hausgebrauch schon seit frühester Kindheit Geschichten ausdenkt und inzwischen auch schreibt. Damals, im Kindergarten, berichtet sie, habe alles mit Hasengeschichten angefangen.

Dramatische Wendung

„Im März vergangenen Jahres hatte ich nur mit der Idee angefangen, dass es um Essen gehen sollte und eine dramatische Wendung geben müsste“, sagt Alina Bergmann. Ein halbes Jahr später, passend zum Ende der Sommerferien, war der „Mordsabend“ fertig und die Theater-AG konnte mit ihren Proben beginnen. Die Resonanz der Spieler war positiv: „Ich fand das ziemlich cool, denn die Handlung erinnert mich ein bisschen an meine Lieblings-Fernsehserie“, sagt Mitspielerin Lisa Böging.

Eine Mordsgaudi

Und auch Martina Hegge findet es gut, wie sich der Mädelsabend, der eigentlich doch nur eine Mordsgaudi sein soll, nach und nach zum „Mordsabend“ entwickelt. Viel Krimi und ein bisschen Drama verspricht die Gruppe nun nicht nur zur Premiere am Dienstag, 13. März, um 19 Uhr in der Aula der Ursula-Schule, sondern auch zur zweiten Aufführung am Samstag, 17. März, ebenfalls 19 Uhr.


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