Eine Woche vor der Wahl Russen haben in der Filmpassage in Osnabrück gewählt

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In der Filmpassage konnten Russen bereits ihre Stimme für die Präsidentschaftswahl a abgeben. Nachdem sie ihren Pass vorzeigten, bekamen sie den Wahlzettel. Konsul Andrey Rumyantsev (rechts) war in Osnabrück. Foto: Nina StrakeljahnIn der Filmpassage konnten Russen bereits ihre Stimme für die Präsidentschaftswahl a abgeben. Nachdem sie ihren Pass vorzeigten, bekamen sie den Wahlzettel. Konsul Andrey Rumyantsev (rechts) war in Osnabrück. Foto: Nina Strakeljahn

Osnabrück. Viele russische Staatsangehörige haben am Sonntag in Osnabrück bereits ihre Stimme für die Präsidentenwahl abgegeben.

Wer am Sonntag in der Filmpassage einen Film schauen wollte, dem begegneten dort viele Sicherheitsleute. Die Scheiben eines Raumes waren so abgeklebt, dass man nicht hineinsehen konnte. Wer hinein wollte, musste sich einem Sicherheitscheck unterziehen. Der Grund: In der Passage konnten russische Staatsangehörige am Sonntag bereits ihre Stimme für die Präsidentschaftswahlen am kommenden Sonntag, 18. März, in Russland abgeben. Bis 15 Uhr machten bereits 800 Wähler von ihrem Wahlrecht Gebrauch, wie Konsul Andrey Rumyantsev sagte.

Vorgezogene Wahlen

Damit möglichst viele die Gelegenheit haben, ihre Stimme persönlich abzugeben, wurden die zusätzlichen Wahlen eine Woche vor der eigentlichen Wahl genehmigt. Im Generalkonsulat in Hamburg können die russischen Bürger am eigentlichen Wahltag über den Präsidenten abstimmen. Es wäre am Sonntag aber gar nicht möglich, dass alle Wahlberechtigten ihre Stimme in Hamburg abgeben, erklärte Andrey Rumyantsev, warum man sich für diese Variante entschieden habe. Die Kapazitäten würden nicht ausreichen.

Nicht nur in Osnabrück konnte gestern gewählt werden, auch in Hannover war ein Wahllokal geöffnet. Bereits vor sechs Jahren diente die Filmpassage in Osnabrück als Wahllokal für die Präsidentenwahl.

Genehmigung vom deutschen Außenminister

Die Wähler konnten aus ganz Norddeutschland oder dem benachbarten Nordrhein-Westfalen nach Osnabrück reisen, um dort ihre Stimme für einen der achte Kandidaten abzugeben. Bis etwa 18 Uhr war geöffnet.

Aber warum ein Kino als Wahllokal? Die Sicherheitsfirma hatte dem Konsulat den Tipp für diesen Ort gegeben und das hatte sich schließlich dafür entschieden, sagte Andrey Rumyantsev. Die russischen Wahlkokale seien außerdem vom Deutschen Außenministerium genehmigt, betonte der Konsul.


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