Tombola von und für Frauen Zonta-Club spendet 1000 Euro dem Osnabrücker Frauenhaus

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Über eine Spende in Höhe von 1.000 Euro freuten sich Marion Kuhlmann vom Frauenhaus (links) und ihre Kollegin Jenny Steinert (Dritte von links). Das Geld spendete der Zonta Club deren Mitglieder (von links) Viola Mokrosch, Silvia Miloradic, Anke Bramlage, Dorothee Schnepper-Leuck und Petra Frontzek sich vor Ort ausführlich mit den Frauenhausmitarbeiterinnen austauschten. Foto: Elvira PartonÜber eine Spende in Höhe von 1.000 Euro freuten sich Marion Kuhlmann vom Frauenhaus (links) und ihre Kollegin Jenny Steinert (Dritte von links). Das Geld spendete der Zonta Club deren Mitglieder (von links) Viola Mokrosch, Silvia Miloradic, Anke Bramlage, Dorothee Schnepper-Leuck und Petra Frontzek sich vor Ort ausführlich mit den Frauenhausmitarbeiterinnen austauschten. Foto: Elvira Parton

Osnabrück. Die Frauen des Zonta-Clubs Osnabrück haben dem Osnabrücker Frauenhaus einen Scheck in Höhe von 1.000 Euro übergeben. Das war der Erlös des weihnachtlichen Losverkaufs der Zonta-Frauen.

Bei schlechtem Wetter hatten die Frauen des Service-Clubs vor Weihnachten Lose für ihre Tombola verkauft. „Wir wollten viele glücklich machen“, lautete das Ziel der Losaktion, wie Viola Mokrosch berichtete: Daher gab es auch viele selbst gemachte Preise wie Marmelade, Badesalze oder „Aufgesetzen“, aber auch eine Grafik des bekannten Osnabrücker Künstlers Johannes Eidt zu gewinnen. Beeindruckt hatten die Frauen die vielen tollen Gespräche mit Loskäufern. Einige Frauen hätten von ihren eigenen Gewalterfahrungen und dem Aufenthalt im Frauenhaus berichtet, erklärte Anke Bramlage: „Wir haben dabei noch einmal gemerkt, wie dankbar die Frauen für unseren Einsatz waren und wie notwendig Hilfe und Unterstützung sind.“

Frauenhaus ist eine Zufluchtstätte, aber überlaufen

„Die Themen Gewalt gegen Frauen und somit auch das Frauenhaus liegen uns sehr am Herzen“, berichtete Silvia Miloradic. Daher arbeite der Zonta-Club seit Jahren mit der Beratungs- und Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt (BISS) zusammen und habe auch schon mal das Frauenhaus in Rheine unterstützt. Diesmal ging der Erlös der Tombola an das autonome Osnabrücker Frauenhaus, das die Zonta-Frauen bei der Gelegenheit auch besuchten. Das Frauenhaus ist eine anonyme Zufluchtstätte für bedrohte und körperlich und/oder seelisch misshandelte Frauen und deren Kinder. Dort gibt es Platz für 31 Frauen. Das Frauenhaus-Team achtet darauf, dass die Hälfte der Frauen, Frauen mit Kindern sind. Allerdings sei der Bedarf viel höher als die Kapazitäten des Frauenhauses, so Mitarbeiterin Marion Kuhlmann: „Wir müssen ganz vielen Frauen absagen.“ Ein Grund dafür sei der Wohnungsmarkt: Die Frauen blieben zum Teil bis zu einem Jahr im Frauenhaus, weil sie keine bezahlbaren Wohnungen fänden.

Neue mehrsprachige Homepage geplant

Einen Teil des Geldes des Zonta-Clubs, in dem sich Frauen für Frauen einsetzen, möchte das Frauenhaus in die Überarbeitung seiner Website stecken. Denn zum einen führt für viele der Weg zum Frauenhaus über Informationen im Internet. Zum anderen melden sich inzwischen vermehrt geflüchtete Frauen. „Deshalb möchten wir unsere Homepage nicht nur moderner gestalten, sondern auch mehrsprachig – mit Informationen in so vielen Sprachen wie möglich“, so Kuhlmann. Der andere Teil werde für die Finanzierung einer Freizeit genutzt.

Gewalt hat verschiedene Seiten

„Kinder leiden mindestens genauso stark wie die Mütter – auch wenn sie nicht direkt betroffen sind. Für sie fühlt es sich so an, als ob sie selbst geschlagen würden“, berichtete Jenny Steinert, Mitarbeiterin im Frauenhaus.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN