Kunst an der Großen Gildewart Typisches VG-Werk hängt an öffentlichem Platz

Von Tom Bullmann

Freuen sich über die Reproduktion von „K 208“ (von links): Siegfried Hoffmann (VG-Initiative), Ex-Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip, Dieter Krüger (Hinrichs Licht + Druck), MdL Burkhard Jasper, Landrat a. D. Manfred Hugo und Andreas Bernard (Hauseigentümer, Hotel Walhalla). ,Foto: Gert WestdörpFreuen sich über die Reproduktion von „K 208“ (von links): Siegfried Hoffmann (VG-Initiative), Ex-Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip, Dieter Krüger (Hinrichs Licht + Druck), MdL Burkhard Jasper, Landrat a. D. Manfred Hugo und Andreas Bernard (Hauseigentümer, Hotel Walhalla). ,Foto: Gert Westdörp

Osnabrück. Der Platz, der gegenüber vom Haus der Jugend dem international bekannten konkreten Künstler Friedrich Vordemberge-Gildewart (kurz VG) gewidmet wird, nimmt eine eigene Dynamik auf.

Zusätzlich zu einer geplanten Leuchtstele und einer Hinweistafel, die allgemein auf den Künstler als Sohn der Stadt verweist, wurde jetzt eine überdimensionale Reproduktion des Werks „K 208“ an einer Hausfassade angebracht.

Im Original ist das für VG typische konkrete Werk mit den drei Farbfeldern und den vertikalen Linien nur 50 x 60 cm groß. Jetzt prangt es sechseinhalbmal vergrößert an einer Wand in der Nähe des Geburtsortes von VG, an der Einmündung der Kleinen Gildewart in die Große Gildewart. „Wir haben uns zunächst Gedanken darüber gemacht, ob es legitim ist, das Bild auf diese Größe zu bringen“, erklärt Dieter Krüger von der Firma Hinrichs Licht + Druck in Georgsmarienhütte. Er war vom Verkehrsverein Stadt und Land Osnabrück (VVO) beauftragt worden, die Reproduktion des Kunstwerks anzufertigen. Der die Proportionen und die baulichen Aspekte der Fassade berücksichtigende Druck wurde jetzt zu einem „öffentlichen Bekenntnis und einem visuellen Statement für VG“, sagt Krüger. Das Motiv wurde in hoher Auflösung auf wetterbeständige, lichtechte Plane gedruckt und wie ein Originalkunstwerk an einem Spannrahmen befestigt.

Die Idee zu dem Wandbild hatte der Vorstand des VVO, als die Umgestaltung des Platzes und die Aufstellung der Leuchtstele während des VG-Gedenk-Jahres zum Tod des Künstlers vor 50 Jahren beschlossen wurden. „Jetzt kann man an diesem öffentlichen Platz einen Eindruck davon bekommen, wie VG gemalt hat und was man unter konkreter Kunst zu verstehen hat“, betont Hans-Jürgen Fip vom VVO-Vorstand. Erfreut zeigt sich Andreas Bernard vom Hotel Walhalla als Eigentümer des Hauses, an dem die Replik angebracht wurde: „Das Bild wertet den Platz und die ganze Umgebung auf“, sagt der Hotelmanager, der die Fassade seines Gebäude zuvor komplett renoviert hatte.

Auf die Frage, warum die Lichtstele nicht gleichzeitig mit dem Wandbild offiziell eingeweiht wird, – denn an der Stelle, an der die Stele stehen soll, weist ein großer Holzkasten darauf hin, dass diese bereits installiert wurde - antwortet Ex-Oberbürgermeister Fip: „Wir wollten der Initiative, die die Stele konzipiert hat, nicht dazwischenfunken.“ Er verweist darauf, dass der VVO das VG-Gedenkjahr zum Anlass nimmt, als traditionelle Jahresgabe des Verkehrsvereins eine Reproduktion desselben Schlüsselwerks des konkreten Künstlers auszugeben, das jetzt an der Großen Gildewart hängt.


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