Balsam für die Seele Trompeter Till Brönner in der Osnabrück-Halle

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Osnabrück. Gefühlvolle Trompetensounds und spannende Dialoge mit seinem Saxophonisten servierte Trompeter Till Brönner im Europasaal der Osnabrück-Halle.

Er schaukelt sich mit seinem Saxophonisten in schwindelige Höhen. Man merkt: dieser Musiker beherrscht sein Instrument meisterhaft. Aber im Grunde ist es wunderschöner Jazz, den Till Brönner mit seiner Band in der Osnabrück-Halle spielt: Sphärisch, swingend und nur selten so, dass er seiner versierten Band grünes Licht für die Eskalation gibt. Nein, es sind die ruhigen, entspannten Passagen, die der Trompeter liebt. Da doppelt er seine Trompete oder das Flügelhorn, lässt das Publikum in träumerischen Passagen dahinschwelgen. Er gibt seinem Pianisten Freiraum für Eskapaden am Fender Rhodes-Piano, lässt seinen Schlagzeuger ein starkes Solo spielen und auch sein Gitarrist darf beweisen, dass er ein Meister seines Fachs ist. Und Brönner muss nicht immer im Mittelpunkt stehen.

Dialog mit dem Saxophonisten

Star-Trompeter Till Brönner ist mit seiner „The Good Life“ Tour in der Osnabrück-Halle aufgetreten. Foto: David Ebener

Aber gerade, wenn jemand zeigt, was er kann, lässt er das Publikum spüren, welch brisanten Impulse von ihm ausgehen können: Da ist man an Herb Alpert erinnert, bisweilen an Miles Davis. Am spannendsten wird das Konzert, wenn er sich in einen Dialog mit seinem Saxophonisten begibt. Bekannte Filmsoundtracks, eigene Stücke, Klassiker von Wes Montgomery und Dave Grusin: Das Repertoire ist abwechslungsreich. Und die Version des Superhits „Happy“ von Pharell Williams zeigt, das Brönner es versteht, solchen Mainstream-Songs einen eigenen Stempel aufzudrücken.


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