Kundgebung vor dem Theater Kurden demonstrieren in Osnabrück gegen Angriffe auf Afrin

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Osnabrück. Rund 100 Menschen haben am Samstagnachmittag vor dem Osnabrücker Theater gegen die türkischen Angriffe auf das nordsyrische Kurdengebiet Afrin demonstriert.

In Redebeiträgen forderten die Organisatoren der Veranstaltung ein Ende der kriegerischen Handlungen in der Grenzregion zwischen der Türkei und Syrien. Im Januar hatte die Türkei die Militäroffensive „Operation Olivenzweig“ gegen die Kurdenmiliz YPG gestartet. „Wir wollen die Menschen über die Situation in Afrin informieren“, sagte Organisator Mahmoud Moustafa im Gespräch mit unserer Redaktion. Die Kurden fühlten sich von der Weltgemeinschaft im Stich gelassen, fügte Moustafa an.

Ende des Blutvergießens gefordert

Per Mikrofon rief er in deutscher und kurdischer Sprache dazu auf, das Blutvergießen in Afrin zu beenden. Währenddessen hielten die Teilnehmer der Kundgebung Fotos von verletzten Kindern und zerstörten Gebäuden hoch, die die Situation in Afrin verdeutlichen sollten. Vor Ort zeigte auch Ratsmitglied Giesela Brandes-Steggewentz (Die Linke) klare Kante gegen die türkische Offensive. In ihrem Wortbeitrag sagte sie: „Ich schäme mich dafür, dass auch in Afrin mit deutschen Waffen gekämpft wird. Das Töten muss ein Ende haben.“

Weiterer Protest geplant

In den vergangenen Wochen hatte es bereits mehrere Kundgebungen kurdischer Protestler in Osnabrück gegeben. Anfang Februar hatten rund 200 Menschen mit einem Demonstrationszug vom Hauptbahnhof zum Theatervorplatz gegen die türkische Militäroffensive protestiert. Die Veranstaltung verlief dabei ohne ernsthafte Zwischenfälle. Eine Woche zuvor hatten rund 450 Personen ihrem Unmut über die türkischen Angriffe Luft gemacht. Damals kam es zwischenzeitlich zu einzelnen Rangeleien mit mutmaßlichen Anhängern des türkischen Präsidenten Recep Erdogan.

Moustafa und seine Mitstreiter wollen die Öffentlichkeit auch weiterhin über die Situation in Afrin informieren. So sei am 24. März eine weitere Kundgebung geplant, die am Hauptbahnhof beginnen und wiederum vor dem Theater enden soll.


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