Poetry-Slam-Meister in der Lagerhalle Geschichtenerzähler Volker Strübing kommt nach Osnabrück

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Poetry-Slammer Volker Strübing ist am Freitag, 16. März, zu Gast in der Osnabrücker Lagerhalle. Der Berliner trat bereits im November vergangenen Jahres beim Hate Slam der NOZ auf. Foto: David EbenerPoetry-Slammer Volker Strübing ist am Freitag, 16. März, zu Gast in der Osnabrücker Lagerhalle. Der Berliner trat bereits im November vergangenen Jahres beim Hate Slam der NOZ auf. Foto: David Ebener

Osnabrück. Vier Mal hat Volker Strübing die deutschsprachigen Poetry-Slam-Meisterschaften gewonnen. Am Freitag, 16. März, gastiert der Berliner Wortakrobat in der Osnabrücker Lagerhalle – und hat reichlich Absurditäten aus dem Alltagsleben im Gepäck.

Poetry Slammer? Autor? Filmemacher? „Ich sehe mich auf meiner Tour in erster Linie als Geschichtenerzähler“, sagt Strübing im Gespräch mit unserer Redaktion. Die Geschichten, die der Berliner „überall dort, wo man mich lässt“ erzählt, handeln dabei vor allem von den vielen Absurditäten des Lebens. Strübing findet die Inspiration für seine episodenhaften Ausführungen im Alltagsleben der Menschen – auf der Straße, in der S-Bahn oder im Café. Anlässe zum Zuhören gibt es dabei genug: „Wir Deutschen sind echt ganz schöne Stinkstiefel“, meint der 46-Jährige. Das sei ihm zuletzt bei der Rückkehr von einem mehrwöchigen Aufenthalt in Neuseeland klar geworden – biete aber natürlich die Grundlage für so manch absurde Erzählung.

Gespür für Sprache und Humor

Der Wortakrobat nimmt in seinen (Kurz-)Geschichten beispielsweise die Borniertheit des DB-Zugpersonals aufs Korn oder widmet sich der neuen „Geißel der Menschheit: Glücklichen Pärchen“. Allen seinen Beiträgen wohnt ein feines Gespür für Sprache inne, gepaart mit reichlich Situationskomik und Wortwitz. Sein Programm für den Auftritt in der Lagerhalle beschreibt Strübing in kurzen Worten: „Ich werde Texte vorlesen, Geschichten erzählen und – wenn die Leute Pech haben – auch Lieder vorsingen.“


Vierfacher Deutscher Meister

Dass er seinen Lebensunterhalt einmal als Slammer oder Geschichtenerzähler verdienen würde, war Strübing nicht klar, als er in den 1990er Jahren mit einigen Mitstreitern die Berliner Lesebühne LSD (Liebe statt Drogen) ins Leben rief. „Ich habe damals Leute gesehen, die das gemacht haben, was ich heute mache. Das wollte ich dann auch ausprobieren“, sagt der Künstler heute. Vier Mal gewann der Berliner seither die deutschsprachigen Poetry-Slammer-Meisterschaften, hat eine eigene Trickfilmserie namens „Kloß und Spinne“ aufgelegt und drehte unter anderem für das ZDF Reiseberichte aus den USA und Nordeuropa.

In Osnabrück kein Unbekannter

Osnabrück ist übrigens kein gänzlich neues Pflaster für Strübing. Bereits beim Hateslam der Neuen Osnabrücker Zeitung im November 2017 gab es Kostproben aus seinem Fundus. Zwei Jahre zuvor gewann Strübing gar den Dichterwettstreit „Dead or Alive“ im Osnabrücker Theater.


Wer? Volker Strübing: Norbert erklärt die Welt

Wann? Freitag, 16. März, 20 Uhr

Wo? Lagerhalle Osnabrück/Spitzboden

Vorverkauf: 10 Euro

Abendkasse: 14 Euro

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