Hochkarätiges Konzertprogramm Euregio Musik Festival erstmals mit eigenem Orchester

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Cello im Fokus:
              
              Claudio Bohórquez wird mit dem neuen Euregio Festival Orchestra spielen.  Foto: Gina Gorny/Euregio Musik FestivalCello im Fokus: Claudio Bohórquez wird mit dem neuen Euregio Festival Orchestra spielen.  Foto: Gina Gorny/Euregio Musik Festival

OSNABRÜCK. Im 23. Jahr erfindet sich das von der Oldenburgischen Landesbank und dem Energieversorger Innogy geförderte, grenzüberschreitende Euregio Musik Festival neu: Erstmals wird ein eigenes Orchester das hochkarätige Programm eröffnen.

Mit drei Konzerten in Oldenzaal, Münster und Osnabrück wird dabei vom 13. April an auch das geografische Dreieck abgesteckt, in dem dann rund zwei Monate lang an besonderen Orten fast zwei Dutzend musikalische Leckerbissen. Geleitet wird das neu gegründete Euregio Festival Orchestra mit 45 ausgewählten jungen Musikern aus der Bundesrepublik und den Niederlanden von Hossein Pishkar, der im letzten Jahr den Deutschen Dirigentenpreis gewann. Als Solist konnte Claudio Bohórquez gewonnen werden, der Haydns Cellokonzert spielen wird, bevor Beethovens Vierte Sinfonie die Eröffnungskonzerte jeweils abschließt.   

Cellisten im Fokus

Das Cello bildet nach dem Klavier und der Violine in den vergangenen Jahren als Solo-Instrument auch den Schwerpunkt weiterer Konzerte, etwa das des gebürtigen Osnabrückers Leonard Rees, der in der Malgartener Klosterkirche unter anderem eine Solosuite von Bach erklingen lassen wird. Gleich mehrere von ihnen wird der Cellist und Hochschulprofessor Leonid Gorokhov in der Münsteraner Petrikirche darbieten – und auch eine Serenade von Henze. In „Osnabrücks grünstem Konzertsaal“, dem Botanischen Garten, wird bei gutem Wetter am 9. Juni erstmalig ein Picknick-Konzert stattfinden, das der erst 16-jährige, aber bereits mehrfach ausgezeichnete Ausnahmesolist Manuel Lipstein bereichern wird, indem er gemeinsam mit der Jungen Philharmonie Elgars Cellokonzert anstimmt, bevor Dvoraks Achte Sinfonie das Open Air in der Abendsonne ausklingen lassen wird. Falls die nicht mitspielt, ist für einen trockenen Ausweichort gesorgt, verspricht Festivalleiter Timo Maschmann.

Eine Handvoll „Open-Air“

Das gilt auch für das Konzert mit „Teufelsgeiger“ Razvan Stoica, der Werke von Beethoven und Paganini notfalls nicht im Innenhof des Nordhorner Klosters Frenswegen, sondern in der Kapelle spielen wird. Auch das Konzert der 11-köpfigen, um einen Schlagzeuger verstärkte Blechbläserensemble Brassonanz am 2. Juni im Schledehausener Wamhof ist ebenso draußen geplant wie einen Tag später das der kleineren Besetzung als Quintett im Tecklenburger Wasserschloss Haus Marck. Dort wird am 18. Mai der Mundharmonika-Virtuose Konstantin Reinfeld zu bestaunen sein und eine Woche nach dem offiziellen philharmonischen Abschlusskonzert im Meller Solarlux Foyer am 10. Juni das internationale Düsseldorf Gitarren Quartett auftreten – im Rahmen einer neuen, netzwerkerweiternden Kooperation des Euregio Musik Festivals mit dem Münsterländer Schlösser- und Burgentag.

Zweimal Tango

Mit dem finnischen Bandoneon-Spieler Ville Hiltula im Piesberger Gesellschaftshaus und einer großen „Vocalvielharmonie“ in der Ehemaligen Kirche in Hagen stehen auch zwei ganz unterschiedliche Tangokonzerte auf dem Plan. In der Lingener Emslandarena wird Max Raabe sein neues Programm präsentieren und das Emsdettener Kulturfrühstück wird in diesem Jahr mit einem russischen Akkordeon- und Klavierduo garniert. Ob das oder ein Euregio Festival Orchestra auch in den nächsten Jahren den bunten Konzertreigen eröffnen wird, macht Timo Maschmann auch davon abhängig, ob eine abermalige Finanzierung, wie in diesem Jahr durch die Europäische Union und die Egerland Stiftung, gewährleistet werden kann.


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