Gegen Wohnungsnot in Osnabrück SPD will Stadtwerke für Wohnungsbau einspannen

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Osnabrück. Die Stadtwerke Osnabrück sollen nach dem Willen der SPD in die Pflicht genommen werden, den sozialen Wohnungsbau in Osnabrück voranzutreiben.

„Die SPD-Fraktion fordert zusätzliche Aktivitäten der Stadt Osnabrück, um das Thema bezahlbarer Wohnraum endlich weiter voranzubringen“, heißt es in einer Mitteilung. Die SPD schlägt vor, den Geschäftszweck der Stadtwerke um die Organisation von sozialem Wohnungsbau zu ergänzen. Inhaltlich solle es sich den Angaben zufolge um eine organisatorische Tätigkeit handeln, die alle schon in Osnabrück tätigen Akteure einbindet und sinnvoll vernetzt. „Denkbar ist, dass beispielsweise das Stephanswerk, die WGO oder der Heimstättenverein als externe Dienstleister beauftragt werden, soziale Wohnungsbauprojekte durchzuführen“, so Heiko Panzer, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion.

„Die Stadtwerke-Tochter Esos hat auf diesem Gebiet bereits gezeigt, dass sie erfolgreich als Projektentwickler im Landwehrviertel arbeiten kann“, sagt Fraktionschef Frank Henning. „Die Zeit drängt, denn nicht nur die Caritas, das Stephanswerk, der Runde Tisch Kinderarmut und die Gewerkschaften und Sozialverbände haben die Politik in der Vergangenheit mehrfach aufgefordert, hier verstärkte Anstrengungen zu unternehmen, da der freie Wohnungsmarkt offensichtlich dieses Problem nicht von alleine lösen kann“, so Panzer weiter.

Große Hoffnungen setze die SPD-Fraktion auf den Bund, denn im Koalitionsvertrag zwischen SPD und CDU wurde vereinbart, dass den Ländern zwei Milliarden Euro zur Förderung des sozialen Wohnungsbaus zur Verfügung gestellt werden. In einer solchen städtischen Organisationseinheit unter Führung der Stadtwerke können aktiv diese Fördermittel abgerufen werden, um unbebaute Grundstücke zu erwerben und mit sozial gebundenen Wohnungen für Familien zu bebauen. „Wir werden für diese Idee um eine politische Mehrheit im Rat kämpfen,“ so Frank Henning.


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