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09.03.2018, 16:44 Uhr KOMMENTAR

Raumnot im Frauenhaus Osnabrück: Und was macht der Landkreis?

Kommentar von Wilfried Hinrichs

Symbolfoto: dpaSymbolfoto: dpa

Osnabrück. Das Frauenhaus Osnabrück musste im vergangenen Jahr 483 Hilfesuchende abweisen. Der Notstand ist eklatant. Kann der Landkreis helfen?

Es ist zwei Jahre her, da wurde in Stadt und Landkreis viel über eine engere Zusammenarbeit diskutiert. Die Stadt-FDP sprach sogar von einer Fusion, eines Tages. Ergebnis war: Alle Seiten schworen, mehr als Region aufzutreten, die Kräfte zu bündeln und Kooperationen zu schließen, wo sich diese anbieten.

Was das mit dem Frauenhaus zu tun hat? Die Stadt und das Land Niedersachsen finanzieren das Frauenhaus, der Landkreis macht sich einen schlanken Fuß, wie FDP-Ratsherr Thomas Thiele trefflich sagte. Im vergangenen Jahr standen sechs Frauen aus dem Umland hilfesuchend vor der Tür des Frauenhauses. Das erscheint nicht viel, ist aber der Beleg, dass diese wichtige Einrichtung über die Stadtgrenzen hinaus wirkt.

Es wäre schon ein Anfang, wenn Stadt und Landkreis eine solche Aufgabe als Gemeinschaftsaufgabe begriffen und die Kosten in einem angemessenen Verhältnis teilten. Und vielleicht könnte der Kreis ja auch bei der Lösung der akuten Not mit einer klugen Idee helfen.


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