Radarfalle auch in Osnabrück untersucht Mehrere Ampel-Blitzer in Düsseldorf abgeschaltet

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Die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt Düsseldorf hat mehrere Ampel-Radarfallen der Firma Jenoptik abgeschaltet, weil sie nicht der geltenden Bauartzulassung entsprechen. Symbolfoto: dpaDie nordrhein-westfälische Landeshauptstadt Düsseldorf hat mehrere Ampel-Radarfallen der Firma Jenoptik abgeschaltet, weil sie nicht der geltenden Bauartzulassung entsprechen. Symbolfoto: dpa

dpa/zud Hannover/Osnabrück. Die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt Düsseldorf hat mehrere Ampel-Radarfallen der Firma Jenoptik abgeschaltet, weil sie nicht der geltenden Bauartzulassung entsprechen. Eine Radarfalle von Jenoptik wird unter anderem auch in der Osnabrücker Innenstadt eingesetzt. Nun wurde die Falle untersucht.

Wie das Amtsgericht Düsseldorf mitteilt, entsprechen acht der im Stadtgebiet Düsseldorfs installierten Anlagen nicht der geltenden Bauartzulassung.

Die Anlagen haben dort jahrelang Rotlichtverstöße erfasst. Sie seien bis vor Kurzem auch in Hannover verwendet worden, sagte Stadtsprecher Udo Möller.

Auch in Osnabrück steht eines der Geräte. „Das Gerät überwacht einen Fahrstreifen an der Kreuzung Johannisstraße/Wall Richtung Neumarkt“, sagt Stadtsprecher Sven Jürgensen am Freitag auf Anfrage unserer Redaktion. Die Anlage in Osnabrück sei inzwischen überprüft worden und weise keine Fehler auf.

Abstand der Induktionsschleifen geändert

Wie das Amtsgericht Düsseldorf mitteilt, handelt es sich um Anlagen des Typs „Triffipax TraffiPhot III“. Das Ordnungsamt der Stadt hat die Anlagen außer Betrieb genommen und leitet anhand der Daten dieser Anlagen keine Bußgeldverfahren mehr ein. Die Stadt Düsseldorf hat zudem den Landesbetrieb Mess- und Eichwesen mit einer Prüfung der Anlagen beauftragt.

Ende Januar habe Jenoptik mitgeteilt, dass die Aufbauanordnung von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) geringfügig geändert wurde, sagt Stadtsprecher Möller. Die Änderung betreffe den Abstand der Induktionsschleifen. Die betroffen Anlagen seien sofort außer Betrieb genommen worden. „Wie rechtlich mit den entsprechenden Bußgeldbescheiden für den fraglichen Zeitraum umzugehen ist, wird noch geprüft“, sagte Möller.

Nach Angaben von Jenoptik basiert das System auf Induktionsschleifen, die in die Straße verlegt sind. Während der Rotphasen wird das Gerät aktiviert und reagiert dann auf ein Überfahren der Drahtschleifen. Es gehe um den von der PTB präzisierten Abstand der Induktionsschleifen, sagte eine Unternehmenssprecherin. „Bis 2017 gab es eine Soll-Regelung, jetzt eine Muss-Regelung“, sagte sie. Damit muss der Abstand der Schleifen nun 1,20 Meter betragen. „Es gibt keinen Anhaltspunkt, dass es zu fehlerhaften Messungen kommt“, betonte sie.

Auch andere Städte in Niedersachsen betroffen

In Oldenburg seien aktuell vier der Überwachungsanlagen von Jenoptik in Betrieb, sagte Stadtsprecher Stephan Onnen. „Die Eichung aller Geräte erfolgte erst im November vergangenen Jahres.“ Er erwarte keine rechtlichen Probleme, die Anlagen seien nach den Vorgaben der PTB zugelassen.

In Braunschweig wird das Modell nach Angaben der Stadt nicht verwendet. Göttingen habe keine Geräte von Jenoptik, sagte ein Sprecher. „Die Stadt Wolfsburg hat keine Rotlichtüberwachungsgeräte im Einsatz“, hieß es dort. Doch die Anlagen könnten vielerorts zum Thema werden, nicht nur in Niedersachsen. Sie seien bundesweit im Einsatz, sagte eine Sprecherin von Jenoptik. Die Technik komme schon seit 30 Jahren zum Einsatz. Da sei es für Jenoptik als Hersteller schwer möglich, die aktuellen Einsatzorte zu erfassen.


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