Mobilitätswochen am Piesberg Grundkurs Mechanik für Osnabrücker Schüler

Von Steffen Siekmeier

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Gespannt: die Schüler der Grundschule Eversburg an der Station Fahrwerk. Foto: Jörn MartensGespannt: die Schüler der Grundschule Eversburg an der Station Fahrwerk. Foto: Jörn Martens

stsi Osnabrück. Getriebe, Fahrwerk oder Bremse – wie funktionieren eigentlich die grundlegenden Bestandteile eines Autos? Während der Mobilitätswochen am Museum Industriekultur haben Schüler die einzelnen Fahrzeugelemente selbst erprobt.

Welches Modellauto braucht länger, um die Rampe herunter zu rollen? Die Schüler der Grundschule Eversburg warten gespannt auf die gestoppte Zeit. Nur eines der Fahrzeuge ist mit Federung und Dämpfer ausgestattet. Die Modelle bewegen sich daher unterschiedlich schnell – eine Beobachtung, die auch den Schülern nicht verborgen bleibt. Schnell notieren sie die gemessene Zeit und ihre Eindrücke. Damit ist die Station Fahrwerk geschafft.

Spielerische Erprobung

Das Museum Industriekultur hat die interaktive Ausstellung in Zusammenarbeit mit ZF Friedrichshafen entwickelt. Das 14-tägige Angebot richtete sich in erster Linie an Dritt- und Viertklässler, die spielerisch die Funktion der einzelnen Fahrzeugteile erprobt haben. Dafür standen mehrere Stationen zur Verfügung – Elektromotor, Getriebe oder eben Fahrwerk.

An anderer Stelle geht es um die Bremsvorrichtung. Drei Bremsen mit unterschiedlich großen Scheiben stehen zur Auswahl. Die Nachwuchsmechaniker messen das Bremsmoment und müssen herausfinden, bei welcher Größe der Bremsscheibe die Vorrichtung am besten funktioniert.

Über den Schulalltag hinaus

Im Sachunterricht sei Strom und Magnetismus natürlich ein Thema, erklärt Natalie Moldrzyk, Lehrerin an der Grundschule Eversburg. „Der technische Bereich wird so aber nicht behandelt.“ Für die Schüler sei das Projekt ein einmaliges Erlebnis – auch um neben Schulunterricht und Alltag etwas Neues zu erfahren. Besonders gefreut habe sie die logistische Umsetzung – durch die Unterstützung von ZF standen den Schulen Busse zur Verfügung.

Die Nachfrage sei extrem hoch gewesen, betont Museumsdirektor Rolf Spilker. Das Standbein Museumspädagogik habe sich bewährt, auch wenn die Angebote meist nur temporär seien.


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