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Ziel: Buntes Angebot ohne Kommerz Osnabrücker Kulturverein „Mimmis“ feiert Eröffnungsparty in der Skatehall

In der Skatehall haben die Gründungsmitglieder der „Mimmis“ ein neues Domizil gefunden. Foto: Uwe LewandowskiIn der Skatehall haben die Gründungsmitglieder der „Mimmis“ ein neues Domizil gefunden. Foto: Uwe Lewandowski

Osnabrück. Der neue Osnabrücker Kulturverein „Mimmis“ feiert am ersten und zweiten Oktober eine große Eröffnungsparty. „Mimmis“ steht für Müßiggang, Inspiration, Meinungsbildung, Menschlichkeit, Interaktion und Synergie.

„Mimmi“ ist außerdem eine Katze. Genauer gesagt war es die Hauskatze der Osnabrücker Kulturinitiative Traumfabrik Petersburg, die Nico Stisser, David Quitmann und Bastian Heitjan zu dem Namen für ihren 2009 gegründeten Kulturverein inspirierte und deren hübscher Kopf nun im Logo des Vereins „Mimmis“ prangt. Auf einer Party überlegten die drei damals zusammen mit Freunden, warum es in Osnabrück so schwierig ist, wirklich gut zu feiern. „Es gibt keine Plattform in der Stadt, auf der wir uns so richtig wohlfühlen. Osnabrück ist nicht groß genug, um den Subkulturen Platz zu bieten“, erklärt Nico. So beschlossen sie, etwas daran zu ändern, selbst Veranstaltungen zu organisieren, frei von kommerziellen Gedanken und ganz ohne Genre-Grenzen.

Ihre Idee kam gut an, mehr als 400 Mitgliedsanträge wurden gestellt. Doch schon nach fünf Monaten kreativen Schaffens musste die „Mimmis“ aufgrund eines nicht gestellten Nutzungsänderungsvertrags die Pforten des Vereinsraums an der Petersburg schließen. Die vielen Ideen und das Bedürfnis nach kultureller Aktivität wuchsen aber in den Köpfen weiter, und so wurde der Kulturverein nun nach eineinhalb Jahren zu neuem Leben erweckt. In der Osnabrücker Skatehall fanden Nico, David und Bastian geeignete Räumlichkeiten für ihren Club.

Jeden Mittwoch ab 12 Uhr findet dort nun das „Open Office“ statt, bei dem jeder, der eine Idee realisieren möchte, willkommen ist, diese vorzutragen, zusammen mit dem Verein Konzepte zu entwickeln und die finanziellen Möglichkeiten durchzusprechen.

„Unser Ziel ist es, den Verein künftig allein durch die Mitgliedsbeiträge zu finanzieren“, sagt Nico. „Jedes Mitglied hat Einsicht in unser Budget, welches wir dann gerecht auf die verschiedenen Projekte verteilen.“ Ein buntes und vielfältiges kulturelles Angebot soll entstehen. So sind ein Varieté, Konzerte, Lesungen, ein Gemeinschaftsgarten, die Murmelmannschaft, das Beachvolleyballfeld, eine Siebdruckwerkstatt und sogar ein mit dem Asta gemeinsam gegründetes Studentenwohnheim in Planung. „Wir wollen die Leute aus ihrer Konsumhaltung herausholen und dazu animieren, selbst etwas auf die Beine zu stellen“, so die Gründer.

Voraussetzung für die Projekte ist, dass sie zu den ethischen Prinzipien des Vereins passen, zu denen achtsamer Umgang mit Menschen und der Erde, Selbstbegrenzung und Integration gehören. Auf der „The Cat is back!-Eröffnungsparty“ kann man „Mimmis“ kennenlernen, in den Clubraum schauen, der sich im Entwicklungsprozess befindet und an dessen Gestaltung jeder mitwirken kann, oder einfach ein buntes Stück Kultur genießen.

Am Samstag ab 18 Uhr startet das „CrossCultureJam“, eine abwechslungsreiche Jam-Session vor der Skatehall an der Rosenburg. Streetartkünstler verschönern die Fassaden. Ab 20 Uhr stehen „Bastian Minari & Mid Air feat. Linguisten“ auf der Bühne und heizen mit Reggae, Hip-Hop und Ska ein. Danach darf zu Balkanbeats, Elektroswing und Drum ’n’ Bass weitergetanzt werden.

Am Sonntag ab 16 Uhr heißt es dann „Gebt so viel ihr braucht – nehmt so viel ihr braucht“ auf dem „TauschRauschBasar“ und Tanzen zu Funk bis Elektro mit dem Liveact „Commander Rumpelschmitzchen“ ab 22 Uhr. Für kulinarische Genüsse auf Bio-Basis sorgt Mietköchin Sabine Laaks mit ihrem Velo Culinaria.

Informationenzum Kulturverein gibt es auf www.mimmis.org


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