Station am Schlosswall Mehr Stickstoffdioxid in Osnabrück im Februar

Von Jörg Sanders

Die Messstation zur Luftüberwachung am Schlosswall. Im Februar war der NO2-Wert dort deutlich höher als im Januar. Foto: Jörn MartensDie Messstation zur Luftüberwachung am Schlosswall. Im Februar war der NO2-Wert dort deutlich höher als im Januar. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Die Station am Schlosswall zur Messung der Luftqualität hat im Februar deutlich mehr Stickstoffdioxid gemessen als im Januar.

46 Mikrogramm Stickstoffdioxid (NO2) pro Kubikmeter Luft (µg/m3) maß die Station im Mittel. Im Januar waren es 42 Mikrogramm gewesen. 

Nur in Oldenburg (53) war der Mittelwert erneut schlechter. Werte über dem erlaubten Jahresmittelwert von 40 Mikrogramm wurden auch in Hannover und Göttingen (je 45) gemessen.

Der Mittelwert der ersten beiden Monate beträgt in Osnabrück nun 44 Mikrogramm. Das ist nach Oldenburg (48) der zweit schlechteste Wert im Land.

Stadt unter Druck

Seit Jahren liegen die NO2-Werte in Osnabrück deutlich über dem von der EU vorgegebenen Grenzwert. Die Stadt steht unter Druck, weil die Deutsche Umwelthilfe (DUH) mit einer Klage droht und kurzfristig wirksame Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität fordert. Der Entwurf des fortgeschriebenen Luftreinhalteplans, der seit Mittwoch öffentlich ausliegt, reicht der DUH nicht aus. Sie fordert Nachbesserungen einschließlich möglicher Dieselfahrverbote bis zum 26. März – und drohte andernfalls erneut mit einer Klage. Der Luftreinhalteplan beinhaltet keine Fahrverbote, der Rat der Stadt sprach sich gegen sie aus.