Thema im Bürgerforum Osnabrücker Anwohner üben Kritik am Radschnellweg

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Im Widukindland stößt der geplante Radschnellweg von Osnabrück nach Belm auf die Kritik der direkten Anlieger. Foto: Gert WestdörpIm Widukindland stößt der geplante Radschnellweg von Osnabrück nach Belm auf die Kritik der direkten Anlieger. Foto: Gert Westdörp

Osnabrück. Kritik am Radschnellweg, Ärger über Müll und Freude über Bauvorhaben: Das Bürgerforum für die Stadtteile Gartlage, Schinkel, Schinkel-Ost und Widukindland hat getagt.

Mehr Pendler treten in die Pedale statt auf das Gaspedal: Der Plan für den Radschnellweg von der Gartlage entlang der Bahn der nach Belm nimmt Gestalt an – aber im ersten Abschnitt nicht die, die Stadtbaurat Frank Otte als „Ideallinie“ bezeichnet: Demnach ist ein Grundstückseigentümer nicht bereit, das Gelände zwischen der Schlachthofstraße und der Straße „Am Bahndamm“ zu verkaufen. Doch gibt es eine Alternative, wie Otte erläuterte. Die Herbuchgesellschaft springt ein, und der Fachbereich Städtebau spricht von einer „Interimslösung“: Die Route soll nun entlang der Halle Gartlage verlaufen. Dort beginne der Bau in der zweiten Jahreshälfte. Die Radfahrer werden in dem neugeplanten Abschnitt mit einer etwas engeren Kurve rechnen müssen.

Nach den Osterferien informiert die Stadt die Anwohner des Radschnellweges

Das Bundesumweltministerium zahlt 90 Prozent der Baukosten für den ersten Abschnitt des Radschnellweges. Während die Route von vielen als Meilenstein für die Mobilität angesehen wird, regt sich im Widukindland in der Nachbarschaft des Bahndamms Argwohn. Anwohner etwa des Kalkrieser Wegs befürchten, dass ihnen künftig die Zufahrt mit ihren Autos zu ihren eigenen Grundstücken verwehrt bleibt. Otte antwortete ihnen, dass Anliegern auch künftig die Zufahrt ermöglicht werde. Doch damit ist die Sorge eines Anwohners um die Sicherheit der Kinder entlang des Radschnellweges offenbar noch nicht aus der Welt. Er teilt offenbar nicht die Einschätzung eines Nachbarn, der nicht an den Erfolg des Radschnellweges glaubt: Es sei doch kaum mit mehr als 100 Radfahrern am Tag zu rechnen, meinte der. Die Stadt war bisher von rund 1700 Nutzern am Tag ausgegangen. Aber der Mann aus dem Widukindland wollte es genau wissen: „Hat die Stadt denn eine Zählung durchgeführt?“ Der Stadtbaurat entgegnete ihm, es sei schwierig, den Verkehr auf einer noch nicht vorhandenen Straße zu zählen. Die Verwaltung plant nach den Osterferien zwei Informationsveranstaltungen jeweils für einen Abschnitt des Radschnellweges.

Bürgerverein Schinkel wünscht Verbesserungen für Fahrradfahrer

Carsten Friderici, Vorsitzender des Bürgervereins Schinkel und selbst begeisterter Radfahrer, mahnt Verbesserungen für Radwege an. Dass die Stadt für die Kreuzung Hamburger Straße/Frankenstraße/Dammstraße einen Kreisverkehr mit einer besseren Lösung auch für Radfahrer plant, freut Friderici ebenso wie die Ankündigung, dass in der Haushaltsplanung für 1019/2020 Mittel für die Überplanung der Mindener Straße vorgesehen sind, denn davon sollen ebenfalls Radfahrer profitieren.

Wann kommt die erwünschte Verbindungsstraße?

Wann kommt die lang ersehnte Verbindungsstraße zwischen der Franz-Lenz-Straße und der Carl-Fischer-Straße? „Es wird noch einige Zeit dauern“, meinte Otte. Die Verwaltung sei mit der Eigentümerin des dafür erforderlichen Geländes im Gespräch. Ganz in der Nähe, an der Ecke Buersche Straße/An der Rosenburg, will ein Investor ein mehrstöckiges Wohnhaus errichten, wie Otte weiter berichtete. Der Plan werde ab Dienstag, 20. März, im Dominikanerkloster ausliegen. Und was passiert mit dem Gelände an der Ecke Heiligenweg/Ebertallee? Wie Otte erläuterte, will die apostolische Kirche dort bauen.

Ärger über Müll an Straßen

Eine Anwohnerin ärgert sich über Müll entlang einiger Straßenzüge im Stadtteil Schinkel, und dessen Bürgerverein stellt außerdem „Siedlungsabfall“ zwischen der Weberstraße und dem Kapellenweg in der Nähe von Kleingärten fest. Um für solche Beschwerden nicht das jeweilige nächste Bürgerforum abwarten zu müssen, empfahl der Stadtbaurat den Anwohnern, der Verwaltung derlei Missstände über das Internet auf geo.osnabrueck.de/emsos mitzuteilen.


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