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08.03.2018, 18:14 Uhr UNLIEBSAME ERKENNTNIS

Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht

Kommentar von Rainer Lahmann-Lammert

Welch zerstörerische Wucht in einer Weltkriegsbombe steckt, zeigt dieser Krater im Landwehrviertel, der inzwischen verfüllt wurde. Foto: Jörn MartensWelch zerstörerische Wucht in einer Weltkriegsbombe steckt, zeigt dieser Krater im Landwehrviertel, der inzwischen verfüllt wurde. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Nein, Schlamperei war nicht die Ursache dafür, dass die Bombe im Landwehrviertel bei den Sondierungsarbeiten unentdeckt blieb. Aber die Details, die jetzt bekannt werden, lassen einen unliebsamen Schluss zu: Es wurde nicht alles getan, um die Bauarbeiter zu schützen.

Großes Glück hatte der Baggerfahrer, dass er den Blindgänger nicht an der falschen Stelle traf. Welche zerstörerische Kraft auch nach 75 Jahren in einer Vierteltonne TNT steckt, offenbarte sich bei der Sprengung der Bombe. Obwohl Sand- und Wassersäcke die Wucht der Explosion dämpfen sollten, wurden mehr als 100 Meter entfernte Gebäude erheblich beschädigt.

Die Verantwortlichen der Stadt und der Baufirmen haben schnell reagiert. Weil das Georadar die Ränder der Trassen nicht vollständig erfasst, werden jetzt alle kritischen Stellen noch einmal untersucht. Das ist eine gute Nachricht nicht nur für Baggerfahrer. Aber hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht beim Umgang mit Bomben.


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