OB Griesert gegen Fahrverbote CDU-Chef Brickwedde wirft Umwelthilfe Unwissen vor

Von Jörg Sanders

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OB Wolfgang Griesert will weiterhin keine Fahrverbote. CDU-Fraktionschef Fritz Brickwedde sieht für eine Klage der DUH keine Grund. Foto: David EbenerOB Wolfgang Griesert will weiterhin keine Fahrverbote. CDU-Fraktionschef Fritz Brickwedde sieht für eine Klage der DUH keine Grund. Foto: David Ebener

pm/yjs Osnabrück. Nach der Kritik des Chefs der Deutschen Umwelthilfe (DUH), Jürgen Resch, am Entwurf des Luftreinhalteplans von Osnabrück haben sich am Montag Oberbürgermeister Wolfgang Griesert und CDU-Fraktionschef Fritz Brickwedde zu Wort gemeldet.

Brickwedde hält Resch vor, er sei offenbar unzureichend über das tatsächliche Investitionsprogramm der Stadtwerke informiert. „In 2018 werden 7 EEV-MAN-Gelenkwagen sowie 6 EEV-MANSolowagen nachgerüstet“, schreibt Brickwedde in einem Brief an Resch. EEV ist die englische Abkürzung für ein verbessertes umweltfreundliches Fahrzeug. 2019 würden drei EEV-MAN-Solowagen, ein EEV-Neoplan-Gelenkwagen sowie 20 EEV-Neoplan-Solowagen nachgerüstet. „Insgesamt werden damit 38 Fahrzeuge nachgerüstet“, so Brickwedde. Vier Euro-6-Gelenkwagen wurden nach seinen Angaben bereits angemietet. In diesem Jahr sollen 17 neue Gelenkwagen angeschafft werden. Bis 2023 planten die Stadtwerke den Kauf von 58 E-Bussen.

Diese Maßnahmen seien nur zum Teil in den Luftreinhalteplan eingeflossen. „Für eine Klage der DUH gegen die Stadt Osnabrück gibt es deshalb nach wie vor nach meiner Überzeugung keinen Grund“, so Brickwedde.

Auch OB Griesert (CDU) bestätigte, dass im Luftreinhalteplan bislang nicht alle Modernisierungen berücksichtigt wurden. Griesert zeigte sich überzeugt, „dass wir Fahrverbote für Dieselfahrzeuge in Osnabrück vermeiden können“. Er werde dem Rat vorschlagen, den Luftreinhalteplan ohne Fahrverbote in die Öffentlichkeitsbeteiligung zu geben.


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