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08.03.2018, 06:01 Uhr WOHNHEIM IM WISSENSCHAFTSPARK

Studentenwerk Osnabrück handelt kopflos

Kommentar von Sebastian Stricker

Das Grundstück an der Albert-Einstein-Straße im Wissenschaftspark Osnabrück ist bereit für den Baubeginn. Das Studentenwerk soll hier ein Wohnheim mit 124 Plätzen errichten. Foto: Wilfried HinrichsDas Grundstück an der Albert-Einstein-Straße im Wissenschaftspark Osnabrück ist bereit für den Baubeginn. Das Studentenwerk soll hier ein Wohnheim mit 124 Plätzen errichten. Foto: Wilfried Hinrichs

Osnabrück. Beim Wohnheimprojekt im Osnabrücker Wissenschaftspark jagt eine Peinlichkeit die nächste.

Erst der skandalöse Versuch von Teilen der Politik, dem Studentenwerk das teure Grundstück auf dem Westerberg weit unter Wert zuzuschustern. Dann, knapp zwei Jahre nachdem sich das Studentenwerk bei einer förmlichen Ausschreibung regulär durchgesetzt hatte, der Knall auf Fall verkündete Ausstieg aus dem Millionenprojekt – wenige Wochen vor dem geplanten Spatenstich im März. Jetzt die kaum weniger plötzliche Kehrtwende.

Auch wenn das Studentenwerk das sogenannte Albert-Einstein-Wohnheim nun tatsächlich doch bauen sollte: Aus dieser Nummer kommt es nicht heil heraus.

Wie überstürzt, ja geradezu kopflos haben Geschäftsführung und Verwaltungsrat anscheinend gehandelt, als sie Ende Februar das Prestigeprojekt wegen angeblicher Unwirtschaftlichkeit mit sofortiger Wirkung für beendet erklärten. Mag die 2016 vertraglich vereinbarte, konkurrenzlos günstige Miete von 5,30 Euro inzwischen auch unrentabel sein: Das Studentenwerk mit seinen knapp 30 Anlagen und 2000 Wohnheimplätzen hätte den Verlust leicht an anderer Stelle wettmachen können. So bleibt mindestens ein gewaltiger Imageschaden – für die Einrichtung, aber auch für die handelnden Personen.


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