Fertigstellung im März 2018 Im Osnabrücker Haus der Jugend entsteht ein Tonstudio

Von Mareike Eigenwillig

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Im Haus der Jugend wird ein Tonstudio gebaut. Sozialarbeiter Andreas Sindt und Leiter Joachim Groneberg testen schon mal den Sound. Foto: Gert WestdörpIm Haus der Jugend wird ein Tonstudio gebaut. Sozialarbeiter Andreas Sindt und Leiter Joachim Groneberg testen schon mal den Sound. Foto: Gert Westdörp

Osnabrück. Im Altbau hinter dem Haus der Jugend, der alten Bocksmauer, entsteht derzeit ein Tonstudio. Mitte März sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Schon in den Osterferien können Jugendliche erste Stücke aufnehmen.

„Die Idee, ein Tonstudio zu bauen, gab es schon lange“ erzählt Joachim Groneberg, der das Haus der Jugend in der Osnabrücker Altstadt leitet. Andreas Sindt, Sozialarbeiter im Anerkennungsjahr, hat sich dieser Idee angenommen und damit begonnen, sie in die Tat umzusetzen. In den Räumlichkeiten der alten Bocksmauer, wo in den 1970er Jahren die Jugendarbeit ansässig war, wird im Moment gebaut.

Tonstudio und Jugendarbeit

Junge Menschen sollen sich ausdrücken können: Das versteht das Haus der Jugend als einen essenziellen Teil seiner Aufgabe. „Die Beschäftigung mit Medien und Musik ist ein wichtiger Faktor unserer Arbeit. Kreative Akte fördern die Persönlichkeitsentwicklung ungemein“, so Sindt. In Kürze haben Jugendliche die Möglichkeit ihr eigenes kreatives Schaffen in Form von Tonaufnahmen festzuhalten. Dieses neue Angebot schließt nahtlos an das bereits bestehende Musikprogramm der Einrichtung an. Die Teilnehmer des Gesangs- Coachings, des DJ-Forums und der Instrumentenkurse können ihre Fortschritte bald aufnehmen.

Bau in Eigenregie

Ein Zweimannteam, bestehend aus Sindt und dem Hausmeister der Einrichtung, arbeitet am Bau des Tonstudios. Finanziert wird das Projekt ausschließlich aus eigenen Mittel. „Am teuersten sind meist die Arbeitskräfte, gar nicht das Baumaterial. Da wir keine externen Handwerker engagieren mussten, halten sich die Kosten in Grenzen“, erklärt Groneberg.

Instrumente fehlen

Instrumente wurden bislang keine angeschafft, allerdings befindet sich Sindt im Gespräch mit dem Osnabrücker Jugendparlament. Bei der jüngsten Sitzung des Parlaments wurde beschlossen zu prüfen, inwieweit eine Beteiligung an den Instrumentenkosten möglich ist. „Das muss allerdings auch nicht von heute auf morgen geschehen“ , so Groneberg.

Wer darf im Tonstudio aufnehmen?

Geplant ist unter anderem ein offenes Studio, bei dem junge Menschen kostenlos die Chance bekommen, ihren eigenen Projekte nachzugehen. Dies wird in Zusammenarbeit mit geschulten Mitarbeitern der Einrichtung geschehen. Darüber hinaus ist eine Kooperation mit der Kunst- und Musikschule Osnabrück angedacht. Auch Schülerbands, die Songs aufnehmen möchten, seien herzlich eingeladen, sich beim Haus der Jugend zu melden. „Ein Miteinander wäre schön. Sodass Bands, die bei uns aufnehmen, sich eventuell mit einem kleinen Gig an einer unserer Veranstaltungen beteiligen“, sagt Sindt.

Sozialarbeiter mit Tonstudioerfahrung

Sindt arbeitete lange Zeit in der Musikbranche. „Ich habe viel Zeit in Studios verbracht und freue mich darauf, mein Wissen an interessierte junge Menschen weiterzugeben.“


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