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07.03.2018, 11:40 Uhr KOMMENTAR

Der Aufschwung muss auch bei den Armen in Osnabrück ankommen

Kommentar von Jean-Charles Fays


Osnabrück. Es ist an der Zeit, dass der Aufschwung endlich bei allen ankommt. Es kann nicht sein, dass das Einkommen für Tausende Menschen in der Region nicht ausreicht, um ohne staatliche Unterstützung den Lebensunterhalt bestreiten zu können. Ein Kommentar.

Unternehmen sollten die gute wirtschaftliche Lage zum Anlass nehmen, um die Festanstellungsquote zu erhöhen. Wenn Zeitarbeit nötig ist, dann wenigstens zum gleichen Lohn.

Kommunen in der Region Osnabrück sollten Bauland erwerben

Ein weiteres Problem sind die steigenden Mieten, die einen immer größeren Anteil der Lebenshaltungskosten ausmachen. Die neue Bundesregierung will zwei Milliarden Euro zusätzlich für den sozialen Wohnungsbau zur Verfügung stellen. Stadt und Landkreis sollten die Anreize nutzen und eigene Mittel beisteuern, um Bauland zu erwerben und Sozialwohnungen zu bauen.

Richtige und falsche Anreize für Geringverdiener

Wenn auch Geringverdiener profitieren sollen, dann sind die Anreize aber sicherlich falsch gesetzt, Reihenhäuser jetzt „preisgedämpft“ für knapp unter 300.000 Euro anzubieten, wie es an der ehemaligen Landwehr-Kaserne in Osnabrück geplant ist. Ein vorbildliches Beispiel für die Region ist hingegen das Experiment des Stephanswerks, das für 5,60 Euro pro Quadratmeter neue Sozialwohnungen in Osnabrück vermieten will.


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