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Auftrag an die Verwaltung Osnabrück will mehr Kunstrasenplätze schaffen

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Archivfoto: Jörn MartensArchivfoto: Jörn Martens

Osnabrück. Die Stadt Osnabrück will die Bedingungen für Sportler verbessern und möglicherweise mehr Kunstrasenplätze schaffen. Der Schul- und Sportausschuss soll sich darum kümmern, entschied er Rat am Dienstagabend.

Der SPD und den Grünen dauert der Umweg über den Ausschuss zu lange. Sie hätten lieber die Verwaltung sofort in Marsch gesetzt, den Bedarf an Kunstrasenplätzen zu ermitteln. Aber eine Mehrheit aus CDU/BOB, FDP und UWG will zunächst eine Grundsatzdiskussion im Fachausschuss.

Sportpolitiker Uwe Görtemöller (SPD) klärte den Rat darüber auf, dass es in Osnabrück zu wenig Trainingsmöglichkeiten für Fußballer in den Wintermonaten gibt. Vereine in kommerzielle Soccerhallen oder Plätze im Landkreis aus. Der SV Rasensport zum Beispiel bereitete sich auf dem Kunstrasen in Borgloh auf die zweite Saisonhälfte vor.

Der Liveticker von der Ratssitzung zum Nachlesen >>

Die Grünen unterstützen den Vorstoß der Sozialdemokraten. Thomas Klein (Grüne) plädierte dafür, die Kunstrasenfrage in den bestehenden Sportstättenentwicklungsplan einzubetten, der fortgeschrieben werden sollte. Wichtig sei den Grünen, dass auch der vereinsunabhängige Sport die Chance bekommen solle, Kunstrasenplätze zu nutzen, und kein gesundheitlich bedenkliches Material eingesetzt wird. Görtemöller erinnerte daran, dass alle städtischen Freiluft-Sportanlagen für alle offen stehen. Jeder, der Sport treiben wolle, könne die Anlagen nutzen.

„Kunstrasen ist teuer“, sagte Florian Schwab (CDU), „deshalb sollte man sich das sehr genau überlegen“. Die gesamte Sportinfrastruktur solle auf den Prüfstand, so Schwab. Deshalb warb er dafür, dass sich zunächst der Schul- und Sportausschuss mit den Anträgen befasst. (Weiterlesen: Osnabrück soll digitaler werden)

Die SPD legte am Tag nach der Ratssitzung noch einmal nach: „Die Modernisierung unserer Sportanlagen liegt damit auf Eis und die vielen ehrenamtlich-engagierten Vereinsmitglieder werden vor den Kopf gestoßen“, heißt es in einer Erklärung von Fraktionschef Frank Henning und Uwe Görtemöller. Weiter heißt es: „Wir sind weit davon entfernt, jedem Sportverein einen Kunstrasenplatz zu bauen. Dies übersteigt unsere finanziellen Möglichkeiten. Es ist jedoch geboten, an sinnvollen Standorten, die von mehreren Vereinen genutzt werden können, den Bedarf zu decken.“ So ist es aus der Sicht der SPD-Fraktion sinnvoll darüber nachzudenken, die alten Schlackeplätze wie am Grünen Weg in Eversburg nicht zu sanieren, sondern an dieser Stelle die Mittel für einen Kunstrasenplatz zu bündeln. „Ein solches Vorgehen ist mit Sicherheit auch an anderer Stelle in unserer Stadt möglich“, heißt es in der SPD-Erklärung.


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