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06.03.2018, 16:10 Uhr WETTBEWERB IM FERNZUGVERKEHR

Flixtrain eine echte Konkurrenz für die Deutsche Bahn

Kommentar von Sebastian Stricker

Nach Testläufen mit Betreibern wie Locomore und HKX steigt der Fernbusanbieter Flixbus jetzt auch in den Bahnverkehr ein. Foto: dpaNach Testläufen mit Betreibern wie Locomore und HKX steigt der Fernbusanbieter Flixbus jetzt auch in den Bahnverkehr ein. Foto: dpa

Osnabrück. Die Deutsche Bahn bekommt im Fernverkehr wieder ernsthafte Konkurrenz. Mit dem Münchener Unternehmen Flixmobility macht sich kein Geringerer als Deutschlands führender Fernbus-Anbieter daran, dem Staatskonzern weiter Kunden abzujagen.

Wenngleich das Zugangebot auf den ersten Blick stark ausbaufähig wirkt, sind Ziel und Strategie des Herausforderers klar: Was mit der Marke Flixbus bereits seit fünf Jahren auf der Straße klappt, soll jetzt auch unter dem Label Flixtrain auf der Schiene gelingen.

Vom ausgedehnten Wettbewerb profitieren sowohl Fahrgäste aus der Region Osnabrück als auch die Stadt selbst als Reiseziel. Durch die neuen Direktverbindungen ist sie künftig noch besser an die Metropolen im Norden und in Nordrhein-Westfalen angeschlossen. Und die Ticketpreise sind konkurrenzlos günstig – erst recht für Frühbucher. Freilich waren sie das beim Hamburg-Köln-Express (HKX) auch. Doch dem Pionier unter den privaten Fernzug-Anbietern ging nach wenigen Jahren die Puste aus. Nach zwischenzeitlicher Kooperation mit Flixbus fuhr er aufs Abstellgleis und überließ dem Shootingstar der Branche seine Fahrlagen. Die Zeichen, dass Flixmobility es besser macht, stehen gut: Sein Geschäftsmodell kombiniert die Erfolgsfaktoren eines Technologie-Startups mit der Erfahrung und Qualität klassischer Verkehrsbetriebe.


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