Mehr Bier aus Osnabrück Beura startet Crowdfunding für neue Brauanlage

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Die Kapazitäten seiner Brauerei erhöhen will Michael Freymuth. Das Beura-Bier werde ihm aus der Hand gerissen, sagt er. Foto: Hermann PentermannDie Kapazitäten seiner Brauerei erhöhen will Michael Freymuth. Das Beura-Bier werde ihm aus der Hand gerissen, sagt er. Foto: Hermann Pentermann

Osnabrück. Gabriele Beckmann und Michael Freymuth liegen voll im Trend. Die beiden Osnabrücker wollen ihre Beura-Brauerei nun vergrößern. Um eine neue Brauanlage zu finanzieren, starten sie am 23. März eine Crowdfunding-Aktion. Als Gegenleistungen erhalten diejenigen, die mitmachen, Bier oder Brauseminare.

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur dpa ging der Bierkonsum in Deutschland zwar zurück, aber es gab mehr Brauereien und mehr Absatz von Craft Beer. Eben dieses handgemachte Bier stellen auch Beckmann und Freymuth her. Sie wollen ihren Bierabsatz vergrößern und in eine neue Brauanlage investieren. Dafür suchen sie nun Investoren. (Weiterlesen: Bier,markt wird vielfältiger – Zahl der Brauereien in Niedersachsen und Bremen steigt)

Prinzip Crowdfunding

Crowdfunding funktioniert nach einem einfachen Prinzip. Jemand „leiht“ von vielen Menschen Geld, um ein Projekt auf die Beine zu stellen. Die Investoren erhalten nach einer gewissen Zeit ihr Geld oder eine Sachleistung zurück. Beura startet die Crowdfunding-Kampagne am 23. März auf www.startnext.com.

Bei Beura gibt es Bier, Know-how-Vermittlung bei Brauseminaren oder Kleidungsstücke. Als besonderen Höhepunkt soll es Bier geben, das in Holzfässern aus Mexiko und Spanien gärt und reift. In diesen Fässern wurde zuvor Tequila und Brandy gelagert. Sie können nur einmal benutzt werden. Entsprechend hochpreisig ist dann das Bier. (Weiterlesen: Neue Produkte – Jede Woche eine neue Biermarke)

Bisher 180 Liter pro Brautag

Üblicherweise werden bei Beura ein Kellerbier, ein Blond-IPA und ein Schwarzbier gebraut. Pro Brautag stellt die kleine Brauerei an der Möserstraße nach Angaben von Freymuth 180 Liter her. Mit der neuen Anlage sollen es 400 Liter werden. Pro Jahr will Freymuth dann einen Ausstoß von 75 bis 100 Hektoliter erreichen. Das würde etwa 20.000 bis 25.000 Flaschen entsprechen.

Die Expansion ist nötig, sagt Freymuth. Das Bier werde ihnen förmlich aus der Hand gerissen. Viele Gastronomen und Händler bestellen schon lange im Voraus. Die Beliebtheit des Beura-Biers liegt an der Regionalität, glaubt Freymuth. „Und weil es schmeckt“, fügt er schmunzelnd an. (Weiterlesen: Eher Bauer als Brauer – Osnabrücker braut Bier nach fast ausgestorbenen Rezepten)

Gesamtinvestition von 50.000 Euro

Die Erweiterung der Brau-Kapazitäten mit einer Gesamtinvestition von 50.000 Euro würde es Freymuth und seiner Partnerin Gabriele Beckmann nicht nur ermöglichen, die große Nachfrage zu befriedigen, sondern auch an Festen teilzunehmen. Es wäre zudem ein weiterer Schritt in die Professionalität. Freymuth sagt, dass die Anmeldung als GmbH & Co. KG schon beim Gericht liege. „Der Plan ist, weiter zu machen“, sagt er. Die Tätigkeit als Brauer, die für ihn zunächst nur ein Hobby war, reiche aber nicht, um seinen Lebensunterhalt komplett zu finanzieren, so Freymuth. Dafür sei die Menge an Bier zu klein und das Risiko zu hoch. Aber wer weiß, wo der Trend noch hingeht.

Mehr Infos unter www.beura.de.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN