Parkwächter bei Rewe und Combi Einkaufsmärkte kassieren 20 Euro von Fremdparkern

Von Steffen Siekmeier

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Neue Parkregelung am Einkaufscenter an der Bremer Brücke. Foto: Jörn MartensNeue Parkregelung am Einkaufscenter an der Bremer Brücke. Foto: Jörn Martens

stsi Osnabrück. Supermärkte in Osnabrück wehren sich gegen Fremdparker: Wer auf den Kundenparkplätzen von Rewe oder Combi sein Auto abstellt, ohne dort einzukaufen, riskiert eine Vertragsstrafe von 19,90 Euro. Parken ist nur noch mit Parkscheibe erlaubt.

Nach Rewe jetzt auch Combi: Die Kundenparkplätze des Combi Marktes an der Natruper Straße überwachen ab sofort Mitarbeiter der privaten Firma „fair parken“. Wer sein Fahrzeug auf dem Gelände abstellt, erklärt sich automatisch mit den allgemeinen Geschäftsbedingungen der neuen Parkplatzverwaltung einverstanden. Um die Vertragsstrafe zu vermeiden, darf die Parkdauer von eineinhalb Stunden nicht überschritten werden. Ausschlaggebend ist die sichtbare Auslegung einer Parkscheibe.

Strafzahlung von 19,90 Euro

Laut einer Pressemitteilung von „fair parken“ werde die neue Parkregelung schrittweise eingeführt. Nach einer Informationsphase, in der unter anderem Mitarbeiter der Firma vor Ort seien, um über die neue Verordnung aufzuklären, werde bis Ende März zunächst noch eine reduzierte Vertragsstrafe von 9,90 Euro berechnet. Anschließend sei die volle Strafzahlung von 19,90 Euro zu entrichten.

„Wir möchten erreichen, dass Parkplätze wieder für den Zweck genutzt werden können, für den der Betreiber sie zur Verfügung stellt, nämlich Kunden den Einkauf so bequem wie möglich zu machen“, erklärt Thomas Herrmann, Geschäftsführer von „fair parken“. Das Düsseldorfer Unternehmen betreut nach eigenen Angaben deutschlandweit über 600 Parkplätze.

Auch Rewe setzt auf das Unternehmen

Wer seine Parkscheibe vergisst, kann durch Einsendung des Kassenbelegs die Zahlungsaufforderung stornieren. „Wenn der betroffene Fahrer nachweisen kann, dass sie oder er zum entsprechenden Zeitpunkt einkaufen war, gibt es klare Kulanzregelungen“, versichert Herrmann. Einige Kunden der Märkte äußern dennoch Kritik. Die Hinweisschilder seien deutlich zu hoch angebracht, die ebenfalls abgedruckten allgemeinen Geschäftsbedingungen zudem schwer lesbar – insbesondere bei Dunkelheit. Parkverstöße würden so regelrecht provoziert.

Bereits seit November kontrollieren Mitarbeiter von „fair parken“ die Parkplätze des City Centers an der Bremer Brücke und der Rewe Filiale an der Heinrichstraße. Für Besucher des nahe liegenden VfL–Stadions oder der Halle Gartlage war der Kundenparkplatz des Einkaufszentrums eine beliebte Gelegenheit, um das eigene Auto abzustellen. Auch der Laden an der Heinrichstraße liegt in Reichweite von Veranstaltungsorten wie der Stadt- oder Schlosswallhalle. Die maximale Parkdauer beträgt hier zwei Stunden.

Umsatzeinbußen bei den Märkten

Auf Nachfrage unserer Zeitung erläutert Daniela Beckmann, Pressesprecherin Rewe Nord, die Beauftragung von Dienstleistern sei für „Rewe oder den Vermieter der Parkflächen die ultima ratio“, also das letzte Mittel. „Grundsätzlich liegt es im Interesse unserer Kunden, stets ausreichend Parkflächen zur Verfügung zu haben, sodass sie ihre Einkäufe schnell und bequem erledigen können.“ Ein verstärktes Auftreten von „Fremd- und Dauerparkern“ führe zudem zu „massiven Umsatzeinbußen bei den Märkten.“ Besucher von Großveranstaltungen müssen sich künftig wohl andere Parkmöglichkeiten suchen.


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