Sitzung am Dienstag Osnabrücker Stadtrat berät über Kunstrasen und Proberäume

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Osnabrück. Die Stadt Osnabrück soll dafür sorgen, dass junge Musiker weiter in der Limberg-Kaserne proben und die Fußballer im Winter auf Kunstrassen trainieren können. Das steht auf der Tagesordnung der Ratssitzung am Dienstag, 6. März, um 17 Uhr.

Die Ratsfraktionen greifen in der Sitzung mehrere Themen und Missstände auf, die in den vergangenen Wochen öffentlich diskutiert wurden. Den Sportvereinen zum Beispiel fehlen Trainingsmöglichkeiten im Winter, weil es zu wenig geeignete Kunstrasenplätze in Osnabrück gibt. Die Kreisliga-Fußballer vom SV Rasensport haben sich mit einer wöchentlichen Trainingseinheit auf dem Kunstrasen in Borgloh auf die neue Saison vorbereitet. Andere Teams wichen in kostenpflichtige Soccer-Hallen aus, die keine optimale Vorbereitung zulassen. Die SPD stellt im Rat den Antrag, den Bedarf an Kunstrasenplätzen zu ermitteln. Die Verwaltung soll außerdem prüfen, inwieweit sich die Sportvereine an Finanzierung und Bau beteiligten würden.

Einigkeit beim Thema Proberäume

Große Einigkeit herrscht im Rat beim Thema Proberäume für Hobbybands. Alle sieben Fraktionen des Rates setzen sich dafür ein, die Proberäume in der alten Kaserne auf dem Limberg so lange wie möglich für die Musiker zu erhalten. Die Verwaltung soll prüfen, wie groß der Bedarf an Übungsräumen ist und welche anderen Standorte dafür in Frage kämen. Die Entwicklung am Limberg und am Güterbahnhof kann in den kommenden Monaten zum Verlust von bis zu 80 Proberäumen führen.

Aufruf des „Osnabrücker Signals“ Thema

Gegen den Willen von CDU/BOB wird der Aufruf des „Osnabrücker Signals“ zur Ächtung von Atomwaffen nun doch im Rat behandelt. In einem ersten Anlauf in der Februar-Sitzung des Rates hatte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (CDU) den Tagesordnungspunkt wieder abgesetzt, weil er den Stadtrat in der Atomwaffen-Frage für nicht zuständig erachtet. CDU und BOB sehen das genauso. Die bunte Ratsmehrheit aus SPD, Grünen, FDP, Linken und UWG/Piraten will den Aufruf des „Osnabrücker Signals“ aber ausdrücklich unterstützen. Am Tag der Verleihung der Friedensnobelpreises im Dezember 2017 an die Organisation Ican, die sich für die weltweite Abschaffung von Atomwaffen einsetzt, hatten 234 Osnabrücker das „Osnabrücker Signal gegen atomare Aufrüstung und für eine friedlichere Welt“ unterschrieben. Die Unterzeichner fordern, dass Deutschland dem UN-Vertrag zur Abschaffung von Kernwaffen beitritt, den bisher 122 Staaten unterschrieben haben.

Übernimmt Stadt die von Briten gebaute Turnhalle?

Weiteres Thema der Ratssitzung ist die Turnhalle in der ehemaligen britischen Kaserne an der Landwehr. Es zeichnet sich eine große Mehrheit dafür ab, dass die Stadt die von den Briten kurz vor dem Abzug gebaute Halle übernimmt. Darüber hatte es in den vergangenen Monaten ein Tauziehen zwischen dem OSC, OTB, Stadtsportbund und den Vereinen in Atter und Eversburg gegeben. Der OSC hat die Halle zurzeit gepachtet, der Pachtvertrag läuft Ende Juni aus. Mit der Übernahme will die Stadt sicherstellen, dass die Vereine in Atter und Eversburg ihre Angebote halten oder ausbauen können –auch in Hinblick auf den neuen Stadtteil mit 800 Wohneinheiten, der in der alten Kaserne entsteht.

Die Diesel-Dabatte wird vermutlich auch in dieser Ratssitzung fortgesetzt. Die Politik soll den erweiterten Luftreinhalteplan in die nächste Planungsstufe heben, in die öffentliche Auslegung. Vier Wochen lang hat jeder Gelegenheit, seine Anregungen und Bedenken zu Fahrverboten, blauer Plakette, Neumarkt-Sperre oder Busmodernisierung zu Protokoll zu geben.

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